Chris Bristow
|debut_grandprix = Großbritannien |
debut_jahr = 1959 |
letzter_grandprix = Belgien |
letztes_jahr = 1960 |
teams = 1959 British_Racing_Partnership · 1960 Yeoman_Credit_Racing_Team |
rennen = 4 |
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wm_titel = - |
punkte = - |
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Chris Bristow (2. Dezember 1937 in London; ? 19. Juni 1960 in Spa-Francorchamps, Belgien) war ein englischer Rennfahrer.
Der talentierte aus dem Süden Londons stammende Brite wurde von vielen britischen Rennsportjournalisten aufgrund einer ähnlichen Karriere wie bei Stirling Moss oder Tony Brooks als potenzieller Formel-1-Weltmeister betrachtet. Durch seinen frühen Tod konnte er diese Spekulationen nicht bestätigen.
Mit finanzieller Unterstützung seines Vaters begann er 1956 seine Motorsportkarriere. Schon bald gewann er Rennen wie jenes mit einem MG auf der Rennstrecke in Crystal Palace in seiner Heimatstadt. Im Folgejahr setzte er sich an das Lenkrad eines 1.100 m³-Cooper, um bei weiteren Rennen auf den britischen Inseln Erfahrung zu sammeln.
1958 wechselte er zu Elva, wo es einzig und allein seinem Talent zu verdanken war, dass er mit dem schwierig zu fahrenden Wagen überhaupt die Aufmerksamkeit der British_Racing_Partnership auf sich zog. Rasch wechselte er zu BRP, um deren Formel-2-Cooper zu steuern, die interessanterweise von einem Borgward-Motor angetrieben wurden.
Bei der John Day Trophy 1959 gelang ihm das Kunststück, ein erlesenes Fahrerfeld zu dominieren und einen überzeugenden Sieg zu feiern: Jack Brabham, Roy Salvadori und Bruce McLaren konnten ihm an diesen Tag nicht gefährlich werden, sodass er aufgrund seines Rennspeeds trotz seines jugendlichen Alters von 22 Jahren schon im gleichen Jahr in der Formel-1-Saison 1959 bei seinem Heimgrandprix debütierte.
Die Rennsaison 1960 startete schlecht für das BRP-Team, als der erfahrerene Nummer-1-Pilot Harry Schell beim Training zur International Trophy tödlich verunglückte. Damit rückte Bristow allzu schnell in den Status des ersten Piloten auf. Während des Belgischen_Grand_Prix in Spa kämpfte er mit dem vom hitzköpfigen Willy Mairesse gesteuerten Ferrari in der tückisch abfallenden Burnenville-Rechtskurve in der 20. Runde um den dritten Platz, als er die Kontrolle über seinen Cooper verlor und mit dem Wagen unter eine Streckenbegrenzung geriet. Beim Aufprall wurde er geköpft und war somit der erste Tote, den man neben zwei Schwerstverletzten vor Alan Staceys Todessturz an diesem bis dato wohl schlimmsten Rennwochenende der Formel-1-Geschichte zu beklagen hatte. Die Warnungen seiner erfahrenen Kollegen, sich nicht mit dem als Crash-Piloten bekannten Belgier anzulegen, hatte Bristow verhängnisvollerweise ignoriert. Als der spätere Weltmeister Jim_Clark bei seinem gerade einmal zweiten Formel-1-Rennen an dem Wrack des Monopostos mit der Startnummer 36 vorbeifuhr, bemerkte er Blutspritzer an seinem eigenen Lotus, sodass er später aussagte: ?Es war furchtbar. Ich überlegte, an den Boxen anzuhalten und mit dem Rennsport Schluss zu machen.?zitiert nach: Knupp,_W. (Hrsg): Kampf am Limit. Die Formel 1 Chronik. 1950-2000, Düsseldorf 2000, S. 85
Siehe auch
Liste der tödlich verunglückten Formel-1-Fahrer
Anmerkungen und Belege
Weblinks
• Kurzbiographie (engl.)
* http://www.gpracing.net192.com/drivers/careers/92.cfm

