Chraberce
Chraberce (deutsch Krabertz, auch Chrabrzetz) ist eine Gemeinde in Okres Louny.
Geographie
Chraberce befindet zwischen den vulkanischen Kegelbergen des Oblík (509 m), Srdov (482 m), Brník (471 m), Cho?ovská hora (359 m) und Trhlávek (270 m), die das Dorf umgeben. Nordwestlich von Chraberce erfolgt durch die Firma Tarmac CZ a.s. der Gesteinsabbau des Chraberecký chlum, dieser Kegel, der früher auch als Malý Oblík bezeichnet wurde, ist durch den Steinbruch bereits vollständig abgetragen.
Nachbarorte sind Mnichovský Týnec im Nordosten, Cho?ov im Südosten, Ne?ichy im Süden, Oblík und Raná im Westen sowie Mnichov und Charvatce im Nordwesten.
Geschichte
Erstmals erwähnt wurde Chraberce in einer zwischen 1100 und 1107 entstanden Urkunde der Herren von Vr?ovec über die Stiftung des Dorfes an die Kirche auf dem Vy?ehrad. Bis zur Zeit der Hussitenkriege verblieb das Dorf im Besitz des Kapitels und 1437 vermachte Kaiser Sigismund Chraberce an den ehemaligen Hussitenführer Jakoubek z V?esovic, der auf die Seite des Kaisers übergetreten war. Jakoubek z V?esovic verkaufte den Ort 1544 an die Stadt Laun. Wegen der Beteilung der Stadt am Ständeaufstand gegen die Habsburger gehörte Chraberce zu den Launer Besitzungen, die Kaiser Ferdinand_I. beschlagnahmte. 1561 kauften es die Launer zusammen mit anderen Gütern zum Wohle der Stadtkirche zurück. Nach der Schlacht am Weißen Berg wurde Chraberce erneut konfisziert und an Wolf Illburg z V?esovic verkauft. 1684 erwarb die Stadt Laun den Ort wieder und hielt ihn bis zur Ablösung der Patrimonialherrschaft im Jahre 1848 in ihrem Besitz.
1909 erfolgte die Gründung der Feuerwehr und 1910 einer Niederlassung des Böhmischen Hopfenbau-Vereins. 1930 wurde auf einer Fläche von acht Hektar Hopfen angebaut. 1940 hatte Chraberce, das zum tschechischen Siedlungsgebiet gehörte, 369 Einwohner.
Sehenswürdigkeiten
*barocke Kapelle St. Georg am Dorfplatz
*Säule der Jungfrau Maria neben der Kapelle, 1726 errichtet
*von der Säule des Hl. Bernhard, 1736 aufgestellt, ist nur noch der Sockel erhalten geblieben
*Berg Oblík, seit 1967 auf einer Fläche von 20,50 ha Naturreservat
*Berg St?íbrník mit 12 m hohen Aussichtsturm
Weblinks
• Ansichten des Steinbruches

