Chott el Djerid
?Land der Dattelpalmen?). Die Hauptorte dieser Region sind die Oasenstädte und früheren Karawanenstationen Kolonialzeit wurde eine dammartige Piste aufgeschüttet, die Tozeur mit Kebili verbindet. Diese war zwischenzeitlich unpassierbar geworden, 1979 wurde jedoch eine ganzjährlich passierbare asphaltierte Dammstraße angelegt. Neben der Straße sieht man heute noch die ursprünglich in die Salzkruste gesteckten Palmwedel, an denen sich jahrhundertelang Wanderer, Kameltreiber und seit dem 20. Jahrhundert auch die Jeepfahrer orientierten.Ende des 19. Jahrhunderts gab es Pläne, den Chott el Djerid durch einen Kanal mit den Meer zu verbinden und somit zu einem riesigen See zu machen. Der Plan scheiterte jedoch, weil sich herausstellte, dass die Oberfläche des Chott geringfügig über dem Meeresspiegel liegt.
Vor dem Bau der Dammstraße war die Überquerung des Chott el Djerid aufgrund der tückischen Salzkruste oft gefährlich. Oberflächlich ist er zwar mit einer dicken Salzkruste bedeckt, die an einigen Stellen fest genug ist, um Lastwagen auf ihr fahren zu lassen.
Aus dem 14. Jahrhundert ist das spurlose Verschwinden einer Karawane mit 1000 Kamelen und ihren Treibern überliefert.
Karl May beschreibt im ersten Band seines Abenteuerromans "Durch Wüste und Harem" (auch Durch die Wüste) des Orientzyklus "Im Schatten des Padishah" sehr eindringlich die Gefahren beim Durchqueren des Chott el Djerid.
Der Chott el Djerid diente unter anderem als Drehort für beide Star-Wars-Trilogien (Episode 1-6).
Siehe auch: Tritonsee, Portal: Tunesien

