Chota (Fluss)
Der Chota ist ein Fluss in Nordwest-Ecuador. Er entspringt in der Provinz Carchi und fließt durch die Provinzen Imbabura und Esmeraldas in den Pazifik.Das relativ unwegsame Tal des Chota (spanisch: Valle del Chota) insbesondere in der Provinz Imbabura war ehemals Rückzugsgebiet geflohener Sklaven von den zumeist Zuckerrohr-Plantagen. Deswegen weist die Gegend noch heute einen hohen Anteil afroecuadorianischer Population auf, die teilweise noch ihre westafrikanischen Bräuche beibehalten haben. Infrastrukturell ist die Region stark vernachlässigt und gehört zu den wirtschaftlich schwächsten des Landes. Die Bewohner leben noch heute hauptsächlich vom Zuckerrohr-Anbau. Da das Chota-Tal keine Verwaltungseinheit ist, sind seine Grenzen fließend, weshalb auch die Angaben über die Einwohnerzahl zwischen 7.000 und 30.000 schwanken, je nachdem, welche Orte hinzugezählt werden.
Internationale Bekanntheit erlangte das Chota-Tal, da vier Leistungsträger der Fußballnationalmannschaft_Ecuadors bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 (de_la_Cruz, Delgado, Méndez und Espinoza) von dort stammen.
Weblinks und Literatur
• Tal der Vergessenen, Bericht von Boris Herrmann in Heimspiel, dem WM-Magazin der Berliner Zeitung
• Das Tal der Helden, Bericht von Oliver Bitter im Kicker Sportmagazin, 20. Juni 2006
• Das Tal der Sieger, Bericht von Josef Oehrlein in der FAZ vom 20. Juni 2006
*Chota: Ecuadors Tal der Talente, dpa-Bericht von Elmar Dreher und Silvana Larrea, 18. Juni 2006

