Chordatiere
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| : || Bateson, 1885
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! _Unterstämme
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Manteltiere (Urochordata)
Schädellose (Cephalochordata)
Wirbeltiere (Vertebrata)
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Die Chordatiere [] (Chordata) sind ein Tierreichs.
Den Chordaten ist eine stabförmige Längsstütze im Rücken (Chorda), ein darüber liegender Nervenstrang sowie ein zum Filterkorb erweiteter Vorderdarm eigen. Zu den Chordatieren zählen allerdings auch Tiere wie die Manteltiere (Tunicata oder Urochordata), welche die Chorda nur im Jugenstadium besitzen und sie später zurückbilden. Ausserdem gehören zu den Chordatieren die Schädellosen (Cephalochordata oder Acrania), aber auch die Schädel- oder Wirbeltiere (Craniota oder Vertebrata) und damit auch Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und alle Säugetiere (mit dem Menschen).
Es gibt etwa 60.000 Arten, von denen mehr als die Hälfte, hauptsächlich Knochenfische, im Wasser leben.
Grundplan
Die befruchteten Eizellen der Chordatiere furchen radiär, die Bildung des dritten Keimblatts, des Mesoderms erfolgt durch Abspaltung aus dem Urdarm, die so genannte Enterocoelie. Eine Larve ist für den Grundplan anzunehmen. Die Chordatiere sind Neumünder (Deuterostomia) und sicherlich primär, also im Grundplan, segmentiert.
Die Monophylie der Chordatiere wird durch eine Reihe gemeinsamer abgeleiteter Grundplanmerkmale (Synapomorphien) unterstützt:
Chorda dorsalis, auch Notochord genannt
:Ein primär rückseitig (dorsal) liegender, elastischer Stützstab aus Zellen mit hohem Innendruck, mitunter aus Muskelzellen (Achsenskelett). Bei vielen Wirbeltieren ist die Chorda nur embryonal oder im Larvenstadium vorhanden und wird während der weiteren_Entwicklung durch eine knöcherne Wirbelsäule ersetzt. Die Chorda dorsalis garantiert die Längenkonstanz des Tieres.
* Ein postanaler Schwanz, der hinter dem After gelegene und der Fortbewegung im Wasser dienende muskulöse Schwanz
:Der Antagonismus der segmental angelegten Seitenwandmuskulatur wird über die Chorda dorsalis vermittelt, welche die Längenkonstanz des Tieres garantiert: Wie Beuge- und Streckmuskeln des menschlichen Armes, arbeiten die Muskeln der rechten und der linken Körperseitenwand gegeneinander (antagonistisch). Da sich Muskeln nur kontrahieren, nicht aber expandieren können, muss das ?Wiederauseinanderziehen? eines Muskels durch die Schwerkraft oder aber einen anderen Muskel erfolgen. Der Antagonismus muss also vermittelt werden: Würden im menschlichen Arm die Knochen fehlen, so würde die Kontraktion irgendeines Muskels die Verkürzung des Armes, nie jedoch zu Beugung oder Streckung führen. Fehlte die Chorda dorsalis, so würde eine Kontraktion der Körperseitenwandmuskulatur das Tier verkürzen, nicht jedoch zu einer Biegung des Tieres führen. In Verbindung mit einem rückseitig liegenden Hauptnervenstrang, dem Neuralrohr oder Rückenmark, von welchem segmentale Nerven abgehen, die als Spinalnerven bezeichnet werden, wird den Chordatieren eine in der Horizontalebene wellenförmige Fortbewegung ermöglicht.
* das Endostyl
:Das Endostyl ist eine bauchseitig (ventral) im Kiemendarm der Manteltiere und Schädellosen liegende, drüsenreiche Struktur, die einen iodhaltigen Schleim absondert. (Zur Funktionsweise des Kiemendarmes siehe Manteltiere oder Lanzettfischchen). Das Endostyl entspricht der Schilddrüse der Wirbeltiere, es ist ihr homolog. Autoren mancher Lehrbücher sehen auch den Kiemendarm für sich allein schon als entscheidende Synapomorphie.
* das Neuralrohr
:Das Zentrale Nervensystem wird daraus gebildet.
* der Canalis neurentericus
: Der Canalis neurentericus ist eine Verbindung zwischen Darm- und Neuralrohr und entspricht dem alten Blastoporus.
* ein ventrales Herz
Einordnung ins System
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thumb|220px|Monophylum) mit den Kiemenlochtieren (Hemichordata) und den Stachelhäutern (Echinodermata), die Zugehörigkeit von Teilgruppen der Lophophoraten ist umstritten. Die Schwestergruppenverhältnisse innerhalb dieser Gruppe sind ebenfalls noch unklar.
Systematik
Es wird ein Schwestergruppenverhältnis von Schädellosen und Wirbeltieren angenommen. Dies würde durch eine Reihe von abgeleiteten Grundplanmerkmalen unterstützt.
Chordatiere
|-01-Manteltiere
A-02-N.N.
|-03-Schädellose (Acrania)
/'>-04-Schädel- oder Neurulation gebildet wird. Es ist der ontogenetische Vorläufer des Rückenmarks. Als graue und weiße Substanz werden die Zellkörper der Nervenzellen (Neurone) beziehungsweise deren lange Ausläufer (Axone) bezeichnet. Die Axone erscheinen durch die sie umgebenden Markscheiden aus Schwannschen Zellen weiß.
* Merkmale des Zirkulationssystems (Blutkreislauf) wie zum Beispiel die Ausbildung eines Leberpfortadersystems, also die Zuführung venösen Blutes zur Leber
* Bildung eines Caecums (als ?Leberblindsack? oder Leber)
03 siehe Synapomorphien unter Schädellose
04 siehe Synapomorphien unter Wirbeltiere
Weiterführende Literatur
* R. C. Brusca und G. J. Brusca : Invertebrates. 2nd ed. Sinauer Associates, 2003
* W. Westheide und R. Rieger (Hrsg.): Spezielle Zoologie Teil 1. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart Jena 1997
Weblinks
• Chordata Überblick über die Chordaten und ihre Charakteristikaqu:Wasa tiwlliyuq

