Chojnice
Chojnice [] (deutsch Konitz oder Conitz, kaschubisch Chònice) ist eine Stadt im Norden Polens in der Wojewodschaft Pommern mit 40.000 Einwohnern (2004). Sie liegt etwa 100 Kilometer südwestlich von Danzig (Gda?sk) und nördlich von Tuchola (Tuchel) in der Puszcza Tucholska (Tucheler Heide), im ehemaligen Westpreußen. Chojnice liegt wie Danzig in Kaschubien.
Geschichte
Conitz wurde circa 1230 von Hermann Balk gegründet.
Der Astronom Johann Daniel Titius wurde 1729 in Conitz geboren.
Ein Judenpogrom im Jahre 1900 in Conitz wurde vom US-amerikanischen Historiker Helmut Walser Smith wissenschaftlich aufgearbeitet. Hintergrund des Pogroms war der Mord an dem Gymnasiasten Ernst Winter, der von dem Verleger und Politiker Wilhelm Bruhn als jüdischer Ritualmord bezeichnet worden war.
Gemeinde
Die Landgemeinde, zu welcher die Stadt nicht gehört, umfasst ein Gebiet von 458,34 km², auf dem 15.723 Menschen (2005) leben. Dazu gehört u.a. der Ort Swornegacie (Schwornigatz).
Söhne und Töchter der Stadt
Emil Albert Friedberg (1837?1910), Kirchenrechtler
Willi Apel (1893?1988), Musikologe
Johann_Ernst_Gotzkowski
Städtepartnerschaft
Seit 1996 führt Konitz mit Emsdetten eine Städtepartnerschaft. 2006 wurde 10 jähriges Jubiläum gefeiert.
Kultur
Seit einigen Jahren findet im Juli das "Festiwal Folkloru" statt. Internationale Gruppen treten mit Volksmusik auf. Aus Polen nehmen Kaschuben aus verschiedenen Städten und Dörfern teil, auch aus Chojnice. Das Festival findet nicht nur in Chojnice statt, sondern jeweils einen Tag in den teilnehmenden kaschubischen Städten und Dörfern.
Literatur
* Helmut Walser Smith: Die Geschichte des Schlachters. Mord und Antisemitismus in einer deutschen Kleinstadt. Wallstein Verlag, Göttingen 2002 ISBN 3-89244-612-1
Weblinks
• Website der Stadt

