Chodscha Nasreddin
Chodscha Nasreddin oder auch Die Schelmenstreiche des Hodscha Nasreddin (russischer Originaltitel: ??????? ? ????? ??????????; dt: Die Erzählung von Nasreddin Hodscha) ist eine Bearbeitung des traditionell-orientalischen Nasreddin-Stoffs durch den russischen Schriftsteller Leonid Wassiljewitsch Solowjow.Über das Buch
In Deutschland erschien das Werk erstmals 1948 im Aufbau-Verlag in der Übersetzung von Erna von Baer.
Solowjows Nasreddin-Fassung sticht aus anderen Sammlungen und Bearbeitungen hervor, weil sie von der von jeher anekdotischen Form der Schwänke um den anatolischen Volkshelden abweicht und stattdessen die seit Jahrhunderten überlieferten, uneinheitlichen Motive und Geschichten, deren bekannteste Sammlung der türkische Schriftsteller Mehmet Tewfik im 19. Jahrhundert veröffentlichte, zu einer großen einheitlichen Erzählung verknüpft, die in der deutschen Erstausgabe immerhin 261 eng gedruckte Seiten umfasste.
Solowjow erzählt in Chodscha Nasreddin die Heimkehr des Nasreddin in das mittelalterlische Buchara als spannende Abenteuergeschichte, die ihren besonderen Reiz aus der geistreich-witzigen Wesensart ihres Helden bezieht. In gewisser Weise versucht der Schriftsteller damit auch eine mögliche Version des Lebens eines historischen Nasreddins nachzuzeichnen.
Wirkung
Bereits 1943 entstand die sowjetische Verfilmung Nasreddin in Buchara von Jakow Protasanow.
Das Buch wurde in Deutschland mehrfach neu aufgelegt und erfuhr Bearbeitungen für das Theater und die Schallplatte als Hörspiel Nasreddin in Buchara (1979) mit Winfried Glatzeder in der Titelrolle.

