Cho Man-sik
Cho Man-sik (1. Februar 1883, ? 15. Oktober 1950) war ein koreanischer Politiker und Nationalistenführer.
Als junger Mann schloss sich Cho Man-sik der koreanischen Sektion des Young_Men's_Christian_Association_(YMCA) an. Später war in leitenden Positionen in der Methodistischen_Kirche Koreas tätig. Er entwickelte sich zu einem koreanischen Nationalisten im Widerstand gegen die Okkupation_seines_Landes_durch_Japan von 1905 (seit 1910 offiziell annektiert) bis 1945. Nach der Kapitulation Japans wird Cho Man-sik zum Vorsitzenden der Koreanischen_Demokratischen_Partei gewählt. Die sowjetischen Besatzer des Nordteils_von_Korea ernennen ihn im August 1945 zum Finanzminister der so genannten "Volksregierung". Nach der Rückkehr des späteren nordkoreanischen Staatschefs Kim Il-sung im Oktober 1945 wird Cho gemeinsam mit Kim Vorsitzender des Vorläufigen Volkskomitees.
Im Zuge der allmählichen Konsolidierung der kommunistischen Macht in Nordkorea wird Cho Man-sik im Februar 1946 seiner Ämter enthoben und unter Hausarrest gestellt. Dennoch arbeitet er weiter gegen die Kommunisten unter Kim Il-sung. 1950 wird er auf Betreiben der nordkoreanischen Regierung zum Tode verurteilt und hingerichtet.
Die Repressionen gegen Cho Man-sik und seine spätere physische Beseitigung ist Teil des Prozesses der Errichtung der Alleinherrschaft Kim Il-sungs und seiner Partei in den ersten Jahren nach Ausrufung der nordkoreanischen Demokratischen Volksrepublik Korea.

