Chirp
thumb|left|Chirps_eines_Fledermaus-Rufsthumb|right|Einzelner_Chirp
Als Chirp (von engl. chirp = Zwitschern) bezeichnet man in der Signalverarbeitung ein Signal, dessen Frequenz sich zeitlich ändert. Chirps kommen zum Beispiel bei der Aussendung von Mikrowellen in der Radartechnik oder bei Ultraschallrufen von Fledermäusen zum Einsatz, um Impulse hoher Auflösung bei beschränkter Leistung zu erzeugen.
Hörbeispiel:
Chirp-Beschreibung
Ein typisches Beispiel ist ein Signal mit der Amplitude x(t):
.
In diesem Fall wird f (t) als eine zeitabhängige Frequenz interpretiert, für das unbestimmte Integral ist eine konkret fixierte Sonar werden oft exponentielle Chirps eingesetzt. Hier lautet die Frequenzabhängigkeit von der Zeit, wenn f0 die feste Grundfrequenz ist und k eine Konstante:
:
und damit die Amplitude x(t):
:
Akustisches Beispiel:
Beispiele
In einer allgemeineren Definition hat ein Chirp die Form
mit den Parametern a und b. Diese Signalform kommt in der Praxis bei der Detektion von Lichtimpulse durch eine wellenlängenabhängige Brechzahl, der sog. Dispersion, verzerrt:
mit
Bei der Erzeugung und Übertragung ultrakurzer Lichtimpulse ist es notwendig diese Phasenverschiebung zu kompensieren. Dazu werden neben Prismen auch sogenannte "gechirpte Spiegel" (engl.: chirped mirrors) eingesetzt, die aufgrund einer frequenzabhängigen Reflexion ausgedehnte und verzerrte Impulse wieder komprimieren können.

