Wasserkastanie
Die Wasserkastanie oder Chinesische Wasserkastanie (Eleocharis dulcis) gehört zur Familie der Sauergräser (Cyperaceae). Ähnlich ist die Wassernuss (Trapa natans L.). Die Wasserkastanie erhielt ihren Namen augrund der Ähnlichkeit ihrer Knollen mit unserer Kastanie, mit welcher sie aber nicht verwandt ist.
Beschreibung
Sie bildet etwa 2,5 bis 4 cm große, unterirdische Knollen, die essbar sind.
Verwendung und Kultivierung
Die Wasserkastanie eignet sich hervorragend zum Kochen und verliert auch nach langer Kochzeit nicht ihre knackige Konsistenz. Ihr weißes Fleisch hat einen süßlichen Geschmack. Geschält wird die Wasserkastanie wie ein Apfel. Viele gekochte asiatische Speisen verwenden die Wasserkastanie, aber auch roh lässt sich die Wasserkastanie genießen, dann aber nur mit entsprechender Vorsicht, denn an den Oberflächen der Wasserkastanie wird der Riesendarmegel (Fasciolopsis buski) des Menschen und des Schweins mittels seiner Cercarien übertragen. (Quelle: Dönges, Parasitologie 1988, dort Wasserzwiebel, E. tuberosa genannt)
Kultiviert wird die Wasserpflanze in stehenden Gewässern in (Süd-)China, den Philippinen und Indien. Die Kultivierung außerhalb dieser Gebiete gestaltet sich extrem schwierig, da die Wasserkastanie einen bestimmten Hell-Dunkel-Takt benötigt, der nur nahe des Äquators erreicht wird. Andernfalls fallen die Erträge so gering aus, dass es sich für die Lebensmittelindustrie kaum lohnt sie anzubauen. Dennoch sind auch in Deutschland exotische Tiefkühl-Fertiggerichte mit der Wasserkastanie erhältlich.
Weblinks
*Porcher Michel H. et al. 1995 - 2020, Sorting Eleocharis Names. Multilingual Multiscript Plant Name Database - A Work in Progress. Institute for Land & Food Resources. The University of Melbourne. [http://www.plantnames.unimelb.edu.au/Sorting/Eleocharis.html] (2004).*http://www.berriag.ch/02lexikon/gemuese/wasserkastanie.html

