Chindaswinth
Chindaswinth (? 653) war König der Westgoten in den Jahren 642-651.Da sein Vorgänger Tulga noch minderjährig war, beschloss der westgotische Adel, ihn abzusetzen und an seiner Stelle Chindaswinth, der bereits etwa 75 Jahre alt war, zum König zu erheben. Tulga wurde in ein Kloster gesteckt. Da sich der Adel in der Folge auch gegen Chindaswinth erhob, griff er hart durch und ließ zahlreiche Opponenten hinrichten. Das 7. Konzil von Toledo von 646 bestätigte die starke Position des Königs und dessen Anordnungen gegen "Staatsfeinde" und Treuebruch. Chindaswinth heiratete Riciberga, mit der er u.a. den Sohn Rekkeswinth hat, der bereits 648 zum Mitregenten ernannt wurde. Angesichts seines hohen Alters beschloss Chindaswinth im Jahre 651, die Amtsgeschäfte an seinen Sohn zu übergeben. Er selbst starb zwei Jahre später.
Der spätere erste König Asturiens, Pelayo, führte seine Abstammung auf Chindaswinth zurück.

