Chiara Lubich
Chiara Lubich (22. Januar 1920 in Trient, Trentino) ist Gründerin der Fokolar-Bewegung. Ihren Taufnamen Silvia hat sie 1943 durch Chiara ersetzt, als sie das Gelübde für ein geweihtes Leben im dritten Orden der Franziskaner ablegte.
Schon in der Familie wurde Chiara Lubich mit der Auseinandersetzung zwischen Christentum und Marxismus konfrontiert: ihre Mutter war überzeugte Christin, ihr Vater Sozialist, ihr Bruder Redakteur bei der kommunistischen Zeitung Unitá und während des italienischen Faschismus Partisan.
Chiara Lubich wurde zunächst 1938 Volksschullehrerin. Sie unterrichtete anschließend in verschiedenen Trentiner Dörfern und begann in Venedig das Studium der Philosophie. Eine Beendigung des Studiums war wegen des Krieges nicht möglich.
Geprägt durch die Erlebnisse des Krieges und ihr stark ausgeprägtes christliches und gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein gründete sie 1943 die Fokolar-Bewegung, deren Präsidentin sie bis heute ist.
Sie erwarb große Anerkennung durch ihre Bemühungen um die Ökumene und den interreligiösen_Dialog. Für ihr Werk wurden ihr eine Vielzahl von internationalen Preisen und Ehrendoktoraten verliehen, u. a. der Unesco-Preis für Friedenserziehung 1996 und der Menschenrechtspreis des Europarates 1998.
Sie ist Ehrenpräsidentin der World Conference on Religion and Peace (WCRP).
Auszeichnungen
Preis zur Verteidigung des Friedens 2001
Europäischer Menschenrechtspreis 1998
UNESCO-Preis für Friedenserziehung 1996
Augsburger Friedenspreis 1988
Templeton-Preis 1977
Weblinks
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• Biografie von Religion.orf.at
• Biografie von fokolar-bewegung.de

