Chiang Rai (Provinz)
Chiang Rai (in Tschangwat) in Nordthailand.
Lage
Chiang Rai ist die nördlichste Provinz des Landes inmitten einer wilden Berglandschaft. Die durchschnittliche Höhe beträgt 580 m über NN.
Die Provinz liegt etwa 850 km nördlich der Hauptstadt Bangkok.
Wichtige Städte
Mae Chan, Mae Salong (auch Santikhiri), Mae Sai, Chiang Khong und Chiang Saen
Wichtige Flüsse
Maenam Kok, Maenam Sai
Klima
Das Klima ist aufgrund der Höhenlage gemäßigt tropisch-monsunal. Die Durchschnittstemperaturen bewegen sich zwischen 12 °C in der Nacht (Januar) bis 35 °C am Tage (April).
Wirtschaft und Bedeutung
Etwa 30 % der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt. Das Handelszentrum für Waren aller Art bildet die Provinzhauptstadt.
Eine Besonderheit bildet der Anbau von Litschi, die um 1830 aus Südchina eingeführt wurden.
Wirtschaft
Das Bruttosozialprodukt der Provinz betrug 2004 43.586 Millionen Baht (Quelle: Thailand in Figures. 9. Aufl. 2006).
Flughafen
Chiang_Rai
Geschichte
Zunächst gehörte Chiang Rai zum Reich Lan Na, dem Land der Millionen Felder. Die Provinzhauptstadt wurde 1262 von König Mangrai gegründet und blieb 30 Jahre lang auch die Hauptstadt seines Reiches.
Lange Zeit gehörte Chiang Rai zu Birma, und erst König Rama I. vereinigte die Gegend wieder mit Siam (1786). Dabei wurden Städte wie Chiang Saen zerstört, später aber wieder aufgebaut.
Die Provinz besteht seit 1910.
Siehe auch: Geschichte Thailands und entsprechender Eintrag in Chiang Rai
Bevölkerung
Etwas mehr als 12 % der Bevölkerung sind Angehörige der Bergvölker, hauptsächlich Yao, Akha, Karen, Hmong und Lisu.
Wappen
Verwaltungseinheiten
Amphoe) und zwei Unterkreise (King Amphoe) unterteilt. Die Kreise sind weiter unterteilt in 124 Gemeinden (Tambon) und 1510 Dörfer (Mubaan).
Sehenswürdigkeiten
* Wat Prathat Doi Tung - Wat) bei Ban Huai Krai, die seit 911 besteht. Es soll hier angeblich eine Reliquie des Buddha untergebracht sein, daher wird der Tempel als der heiligste der Region angesehen. Es bietet sich außerdem eine phantastische Aussicht auf die umliegende Bergwelt und man kann Buddhastatuen begutachten, die zu den ältesten in Thailand gehören.
* Tropfsteinhöhle - bei Tham Luang, die Höhlen ziehen sich 7 km in den Berg hinein.
* Sop Ruak (Goldenes Dreieck) - Zusammenfluss des Mekong mit dem Maenam Sai. Das Westufer des Mekong gehört zu Thailand, das Ostufer zu Laos und das Dreieck zwischen Mekong und Sai zu Myanmar.
Chiang Saen - Uralte Stadt (mit Grabungsstätte und einem Museum), die wohl zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert gegründet wurde. Bei Kämpfen mit den Khmer im 11. Jahrhundert zerstört, wurde sie um 1325 neu errichtet. Ihre Blütezeit dauerte bis 1558.
Nationalparks:
* Doi Luang
* Khun Chae
* Pa Mae Puem
* Phu Sang
Weblinks
• Karte der Provinz
• Deutsche Informationen der Tourist Authority of Thailand (TAT)

