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Chernoff-Ungleichung
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Chernoff-Ungleichung
In der
Wahrscheinlichkeitstheorie beschreibt die nach
Herman Chernoff benannte
Chernoff-Ungleichung eine obere Schranke für die
Wahrscheinlichkeit, dass eine Sequenz unabhängiger
Bernoulli-Experimente von ihrer erwarteten Anzahl an Erfolgen abweicht.
Die Chernoff-Ungleichung ist ein vielseitiges und vielfach verwendetes Hilfsmittel bei der
Analyse von
randomisierten_Algorithmen in der
Informatik.
Satz
Sei
eine Sequenz von
unabhängigen Bernoulli-Experimenten mit
und
. Demnach beschreibt
die
erwartete_Anzahl an Erfolgen (
) des Experiments.
:1. Dann gilt für jedes
::
:2. Für jedes
gilt:
::
Beweis der ersten Chernoff-Schranke (Schindelhauer, 2004)
Sei
eine zunächst beliebige
Konstante.
Bezeichne
im Folgenden zur Vereinfachung der Schreibweise eine neue
Zufallsvariable vermöge
. Auf Grund der
Monotonie der
Abbildung folgt dann
:
,
wobei
als
definiert ist und die letzte Abschätzung mittels
Markow-Ungleichung folgt.
Nun gilt
:
und somit
:
.
Damit folgt
:
.
Betrachte nun
. Dann gilt
:
.
Für einen Teil des
Exponenten des rechten Terms
:
kann man mittels
Kurvendiskussion und
Taylor-Reihenentwicklung zeigen, dass stets
gilt.
Auf Grund der Monotonie der
Exponentialfunktion gilt:
.
Zusammen mit der ersten Abschätzung folgt die Behauptung.
Beweis der zweiten Chernoff-Schranke
Der Beweis der zweiten Schranke folgt technisch analog zur ersten Schranke.
Varianten
* Eine allgemeine Variante der Chernoff-Ungleichung lässt sich mittels der
Standardabweichung formulieren. Seien
diskrete, unabhängige Zufallsvariablen mit
und
. Bezeichne
die
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