Studentenpilot.de - das Portal für Studenten
20 1 2 21 15 3 4 5 6 16 8 7

 
Home / Studieninhalte / Online Lexikon / Cheops Pyramide
Wichtiger Hinweis zum Inhalt des Online-LexikonsBei den auf dieser Seite aufgeführten Texten/Artikeln/Inhalten handelt es sich ausschließlich um fremde Inhalte, die sich die Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG ausdrücklich nicht zu Eigen macht. Diese fremden Inhalte, die keiner regelmäßigen Überprüfung unterliegen, sind ausnahmslos solche der freien Enzyklopädie Wikipedia, für die keinerlei Verantwortung übernommen wird.
Lizenzbestimmungen Der Text/Artikel/Inhalt auf dieser Seite innerhalb der Rubrik "Online Lexikon" basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel Cheops Pyramide aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Die Inhalte stehen unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar.
1._ursprünglicher_Eingang
2._heutiger_Eingang
3._Blockiersteine
4._unterirdische_Kammer
5._?Grotte?
6._Eingang_zum_?Schacht_der_Diebe?
7._Königinnenkammer
8._Große_Galerie
9._Vorkammer_zur_Königskammer
10._Königskammer
11._Entlastungskammern
12._Schächte


Die Cheops-Pyramide unterscheidet sich in ihrem inneren Aufbau deutlich von den anderen Pyramiden Ägyptens und den beiden weiteren Pyramiden von Gizeh, da sie nicht nur eine, sondern als einzige der ägyptischen Pyramiden insgesamt drei Grabkammern besitzt ? und darüber hinaus die so genannte ?große Galerie? besitzt. Die größere Zahl von Kammern und Gängen, die überaus präzise Ausrichtung nach den Himmelsrichtungen sowie die hervorragende Verarbeitung begründen also ihre Einzigartigkeit.

Es gibt insgesamt drei Kammern in der Pyramide des Cheops:
# die sogenannte ?Felsenkammer? unterhalb der Pyramide im natürlichen Felsengestein (nach Meinung der Forscher wollten die Erbauer mit dieser unfertigen Kammer die Unterwelt darstellen)
# die so genannte ?Königinnen-Kammer? (deren Name daher rührt, dass man in der Anfangszeit Archäologie/Ägyptologie hier das Grab der Gemahlin des Pharaos vermutete) und
# die so genannte ?Königskammer?: die oberste Kammer etwa in der vertikalen Mitte des Bauwerks. In ihr kann man noch heute die Überreste eines steinernen Sarkophags besichtigen.

Zur Entlastung der Decke der Königskammer haben die antiken Baumeister fünf niedrige Entlastungskammern eingebaut, wobei die Granitblöcke der oberen Kammern wie ein Giebeldach angeordnet sind. In diesen Entlastungskammern wurden Inschriften der Arbeiter gefunden, die nachweislich aufgebracht worden waren, bevor die Steine verbaut wurden.
Zu dieser ? heute unscheinbaren ? Kammer führt die ?große Galerie? mit einer Gewölbekonstruktion, die auch bereits König Snofru in seiner Roten_Pyramide anwandte. Es handelt sich um ein Kraggewölbe, also einen Raum, dessen Wände nach oben spitz zulaufen: eine Konstruktion, die dem Zweck dient, die Last der darüber liegenden Steine seitlich abzulenken, damit die Decke nicht zusammenbricht.

Das normale Kammernsystem dieser Pyramide ist, wie auch die Kammern aller anderen Pyramiden und privaten Grabanlagen dieser Epoche, vollkommen ohne Inschriften. Erst sehr viel später, ab der 5. Dynastie, finden sich im Inneren von Pyramiden Inschriften. Z. B. in der Pyramide des Pharaos Unas die Pyramidentexte.

Die Cheops-Pyramide reiht sich mit der Steilheit ihrer Seiten in den historischen Kontext ein, so sind frühere Pyramiden meist flacher, spätere meist steiler gebaut. Die bei der Cheops-Pyramide eingesetzten Konstruktionsprinzipien sind die klare Folge der zuvor unter Pharao Snofru gemachten Erfahrungen und Erkenntnisse beim Pyramidenbau.

Eine Besonderheit der Cheops-Pyramide sind die so genannten Luftschächte. Zwei dieser Schächte gehen von der Königskammer im Winkel zu den nördlichen und südlichen Außenwänden und scheinen auf das Sternbild Orion bzw. den damaligen_Polarstern ausgerichtet zu sein. Schnell wurde darauf hin die These aufgestellt, die Pyramiden hätten als Observatorium gedient. Zwei eindeutige Gründe widersprechen dieser Theorie:
#diese Schächte kennt man nur von der Cheops-Pyramide
#sie verlaufen nicht gerade, eine Sicht auf den Nachthimmel ist also nicht möglich.

Forscher vermuten, dass diese beiden Schächte entweder symbolisch den Weg des verstorbenen Pharaos in den Himmel freigeben sollen (siehe Ba) oder eine logistische Funktion während des Pyramidenbaus erfüllten.

Mit dem Untergang des Alten Reiches am Ende der 6. Dynastie und dem Ende des Totenkultes für die verstorbenen Könige kam es zur Plünderung der Grabanlagen in Gizeh, der auch die Cheops-Pyramide zum Opfer fiel. In dieser Zeit wurde vermutlich der Grabräubergang angelegt, durch den auch heute noch die Pyramide betreten werden kann und dessen Anlage darauf hinweist, dass die ersten Grabräuber vor etwa 4000 Jahren die Pläne der Pyramide kannten, da sie sich gezielt an den durch Blockiersteine versperrten Passagen vorbeiarbeiteten.

Neuere Erforschungen



Im Sommer 1986 entdeckten die französischen Architekten Jean-Patrice Goidin und Gilles Dormion in der Cheops-Pyramide damals noch unbekannte Kammern. Nachdem sie mit elektronischen Mikrosonden durch zwei Meter starkes Gestein vordringen konnten, kam zunächst ein drei Meter breiter und rund 5,5 Meter hoher, mit Quarzsand gefüllter Raum zum Vorschein. Weiterhin wurde hinter der nordwestlichen Wand der Königinnenkammer noch ein Hohlraum geortet. Beide Räume wurden bis heute jedoch nicht geöffnet.

Im Jahr 1993 untersuchte der Münchner Ingenieur Rudolf Gantenbrink in Zusammenarbeit mit dem Deutschen_Archäologischen_Institut (DAI) in Kairo und Leitung von Rainer Stadelmann mithilfe des Mini-Roboters Upuaut-2 beide Schächte der Königinnenkammer. Diese Schächte haben im Gegensatz zu denen der Königskammer keine Öffnungen an den Außenwänden der Pyramide. Im nördlichen Schacht entdeckte das Gerät nach ungefähr vierzig Metern eine in einer Schachtbiegung fest verkantete längere Eisenstange, die 1872 von dem englischen Hobbyarchäologen und Entdecker dieser beiden Schächte Waynman Dixon bei einer blinden Inspektion nicht mehr entfernt werden konnte. Eine weitere Erkundung in diesem Schacht war deshalb unmöglich und es ist geplant, mit einem Spezialgerät eines Tages diese verkantete Stange wieder vollständig zu entfernen. In den südlichen Schacht drang Upuaut-2 65 Meter ein und stieß dann auf einen Blockierstein aus der Bauzeit, der eine weitere Kammer vermuten ließ. Diese Steinplatte wurde im Jahr 2002 mit einem Roboter-Fahrzeug durchbohrt und mit einer Kamerasonde inspiziert. Der Vorgang konnte durch TV-Übertragung zeitgleich in der ganzen Welt mitverfolgt werden. Hinter der Blockade befand sich ein leerer Hohlraum, der ebenfalls durch einen Blockierstein abgeschlossen ist. Besondere Entdeckungen wurden bei der Inspektion nicht gemacht. Für Oktober 2005 plante Zahi Hawass (Direktor des Gizeh-Plateaus und Leiter der ägyptischen Altertumsbehörde) mit einem weiteren, derzeit in Singapur entwickelten Roboter, auch hinter diese Blockaden blicken zu lassen.

Im August 2004 haben Gilles Dormion und der von ihm engagierte Geophysiker Jean-Pierre Baron unter Zuhilfenahme von Endoskopen, Geo-Radar und mit weiteren elektromagnetischen Messungen einen seit 4600 Jahren unangetasteten Gang ermittelt. Viele Ägyptologen halten jedoch die dadurch ausgelösten Spekulationen über weitere Grab- oder Schatzkammern für unsinnig. Ihrer Ansicht nach haben die entdeckten Gänge nur eine reinstatische Bedeutung: Sie dienten vermutlich zum Ableiten der erheblichen Steindrücke. Weitere Untersuchungen vor Ort sind bislang von Dr. Zahi Hawass abgelehnt worden.

Die Zahl Pi



Vor allem in populärwissenschaftlicher Literatur taucht gelegentlich die Aussage auf, die Erbauer hätten in den Maßen der Pyramide die Kreiszahl \pi (Pi) ?verschlüsselt?. Die doppelte Grundseite (230,37 m) Alberto Siliotti: Pyramiden - Pharaonengräber des Alten und Mittleren Reiches. S. 48 geteilt durch die Höhe (146,60 m) Alberto Siliotti: Pyramiden - Pharaonengräber des Alten und Mittleren Reiches. S. 48 ergäbe \pi (3,14). Es ist jedoch wahrscheinlicher, dass ein ganzzahliges Verhältnis der Seitenlänge (440 Königsellen) zur Höhe (280 Königsellen) = 11:7 von den Erbauern gewählt wurde und nur zufällig die Hälfte von \pi ergibt. Die Abweichung von 11:7 zu \pi/2 beträgt nur 0,04%. Die Aussage, der Errichtung des Bauwerkes habe die Absicht zugrunde gelegen, bewusst mathematische Verschlüsselungen, wie z. B. \pi, einzubringen, ist dennoch nicht bewiesen.

Der Pyramidenkomplex



Die Pyramide war von einer über 8 Meter hohen Mauer aus Kalkstein umgeben und im Osten mit dem üblichen Totentempel versehen. Dieser heute völlig zerstörte Totentempel bildete den einzigen Zugang zum Bauwerk selbst. Ein Aufweg führte von hier zum Taltempel, dessen Standort erst in den letzten Jahren lokalisiert werden konnte, jedoch weiß man nichts über ihn.

Nebenpyramiden



Östlich vor der Pyramide stehen drei Nebenpyramiden für die Königinnen, die heute (von Nord nach Süd) mit G1a bis G1c bezeichnet werden.
*G1a wird der Königs-Mutter Hetepheres zugeordnet, der Totentempel dieser Pyramide ist völlig abgetragen worden
*G1b rechnet man einer Königin Meritites zu, von deren Totentempel nur die Grundmauern vorhanden sind
*G1c war vielleicht für Henutsen, wie aus ihrem Totentempel ersichtlich scheint.

Die Zuordnung der Namen zu den Nebenpyramiden ist allerdings umstritten.

Der Standort einer vierten, kleinen Kultpyramide am Südostende der Hauptpyramide ist erst vor wenigen Jahren durch Zahi Hawass ermittelt worden.


Image:Pyramides reines Khéops.JPG/'>Die drei Königinnenpyramiden. Von links nach rechts: Hetepheres (G1a), Meritetis (G1b), Henutsen (G1c)
Image:pyramides-reines-satellite-kheops.jpg|Blick auf die Pyramiden von Hetepheres (links) und Meritites
Image:Meritetis-pyramide.jpg|Pyramide der Meritites
Image:Pyramide Henoutsen 01.JPG|Absteigender Gang zur Grabkammer der Henutsen-Pyramide
Image:Pyramide Henoutsen 02.JPG|Die Grabkammer der Henutsen-Pyramide


Friedhöfe



Östlich und westlich der Großen Pyramide entstanden klar geplante 6. Dynastie um zahlreiche Gräber erweitert. Eine weitere Reihe von Mastabas wurde während der 6. Dynastie südlich der Cheops-Pyramide angelegt.

Bootsgruben



Bis heute wurden im Pyramidenbereich sieben schiffförmige Bootsgruben entdeckt. In allen befanden sich auseinandergenommene Teile echter Schiffe. Eines dieser Schiffe, das sogenannte Sonnenschiff wurde 1954 von dem ägyptischen Architekt Kamal el-Mallakh und dem Archäologen Zaki Nur entdeckt. Die Barke war in 1224 Einzelteile zerlegt worden und wurde unter der Leitung von Ahmed Yussef Mustafa (Restaurator) erst im Jahr 1968 wieder vollständig zusammengesetzt.
Bei einer Länge von 43,3 m ist es 5,6 m breit und hat einen Tiefgang von 1,50 m. Es kann heute im Museum an der Südseite der Cheopspyramide besichtigt werden.Alberto Siliotti: Pyramiden - Pharaonengräber des Alten und Mittleren Reiches, S.54
Aufgrund der Fundstelle wird hier ein Bezug zur ägyptischen_Mythologie vermutet, derzufolge der verstorbene König mit Booten den nächtlichen Sternenhimmel befuhr und selbst zum Stern wurde.

Eine kleine Sensation erlebten die Ägyptologen bei der Öffnung der Barkengräber: Sie wurden von König Radjedef angelegt, der somit als der Nachfolger des Cheops feststeht und die Bestattung seines Vaters vorgenommen hat.


Image:Kheops-boat-pit.JPG/'>Eine der beiden Bootsgruben an der Ostseite der Cheops-Pyramide
Image:Barque solaire-Decouverte2.jpg|Das 1954 entdeckte Boot Liste der höchsten Bauwerke der Welt
Liste der höchsten Gebäude ihrer Zeit

Quellen





Literatur



Georges Goyon: Die Cheopspyramide. Geheimnis und Geschichte. Weltbild Verlag, Augsburg 1990, ISBN 3-89350-080-4
Michael Haase: Das Vermächtnis des Cheops. Die Geschichte der Großen Pyramide. Herbig Verlag, München 2003, ISBN 3-7766-2346-2
Michael Haase: Eine Stätte für die Ewigkeit. Der Pyramidenkomplex des Cheops aus baulicher, architektonischer und kulturhistorischer Sicht. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2004, ISBN 3-8053-3105-3
Christian Hölzl (Hrsg.): Die Pyramiden Ägyptens. Brandstätter Verlag, Wien 2004, ISBN 3-8549-8360-3
Peter Jánosi: Die Pyramiden. Beck Verlag, München 2004, ISBN 3-4065-0831-6
John Romer: The Great Pyramid. Ancient Egypt Revisited. Cambridge University Press, 2007, ISBN 0-521-87166-2
Torsten Sasse, Michael Haase: Im Schatten der Pyramiden. Spurensuche im alten Ägypten. Econ, München 2000, ISBN 3-612-26681-0
Rainer Stadelmann: Die ägyptischen Pyramiden. Vom Ziegelbau zum Weltwunder. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1997 (3. Auflage), ISBN 3-8053-1142-7
Miroslav Verner: Die Pyramiden. Rowohlt Verlag, Hamburg 1999, ISBN 3-4996-0890-1

Weblinks

ancient-cultures.com ? Pyramiden von Gizeh (dt.)
Cheops Pyramide / Pyramidenbau.info
Cheops Pyramide Interaktiv ? Bilder aus dem Inneren der Pyramide
Der unterschätzte Baumeister ? Spekulationen und Erkenntnisse über die Architektur der Cheops-Pyramide, Klaus Richter, Skeptiker Magazin 2/2003
Cheopspyramide / chufu.de
Artikel über die Cheopspyramide
Das alte Ägypten
3D Animation zur Erbauung v. Dassault

ne:??????? ???????


       VIDEO-NEWS UND ANGEBOTE





  Bookmark and Share
Anzeigen








XING - Das professionelle Netzwerk



Über uns | Werbung | Studenten-Shop | Partnernetzwerk | Impressum & Datenschutzerklärung

Copyright 2012 Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG