Chen Wangting
Chen Wangting (; 1597 † 1664) war der Begründer des Chen-Stils der inneren_Kampfkunst Taijiquan. Ob er damit, wie von den Quellenforschern Gu Liuxin und Tang Hao nachgewiesen, der Begründer des Taijiquan an sich ist, wird nach wie vor von einigen Seiten angezweifelt.
Chen Wangting war ein hochangesehener General unter der Ming-Dynastie. Als diese 1644 gestürzt wurde, war er gewissermaßen arbeitslos und zog sich wieder in sein Dorf zurück. Durch den Verlust seiner Ehrungen und seines Status erkannte er die Wertlosigkeit weltlichen Ruhms und wandte sich der daoistischen Philosophie zu. So praktizierte er die Daoyin- und Tuna-Übungen und beschäftigte sich mit einem Klassiker der inneren_Alchemie von Huang Ting. Diese Erkenntnisse kombinierte er mit den Kampfkünsten seiner Zeit, die er so viele Jahre auf dem Schlachtfeld erprobt hatte, und wie sie insbesondere in Qi Jiguangs Werk "Die 32 Formen des Boxens" aus dem 16. Jahrhundert zusammengefasst wurden.
So bekämpfte er Depressionen durch das Kreieren neuer Boxformen. Er schuf insbesondere fünf Formen, die fortan unter dem Namen Taijiquan in der Familie weitergegeben wurden, dazu eine Form ?Langboxen? aus 108 Figuren und eine Form Paochui ?Kanonenfaust?. Weiterhin entwickelte er die Übungen der "Schiebenden Hände" Tuishou sowie die der "Klebenden Speere".

