Chemnitz-Würschnitzer Eisenbahngesellschaft
Die Chemnitz-Würschnitzer Eisenbahngesellschaft wurde von dem Advokaten Dr. Julius Volkmann am 29. September 1856 gegründet, um eine Bahn zur Erschließung der Kohlengruben im Lugau-Niederwürschnitzer Revier zu erbauen. Die 11,3 km lange Strecke sollte von Wüstenbrand an der Strecke Chemnitz - Zwickau in südlicher Richtung nach Lugau führen.Der sächsische Staat baute und betrieb die Bahn im Auftrag der Gesellschaft, die die Betriebsmittel stellte. Der Güterverkehr begann am 15. November 1858 und brachte die erhofften Einnahmen. Der Personenverkehr wurde ab 1. August 1862 - allerdings auf Rechnung des Staates - bedient.
Die Weiterführung der Strecke von Lugau nach Niederölsnitz ab 15. Mai 1879 durch die Sächsische Staatsbahn tat der Gesellschaft keinen Abbruch. Gemäß den vertraglichen Vereinbarungen mit dem Staat ging die Chemnitz-Würschnitzer Eisenbahn am 1. Januar 1882 in dessen Eigentum über und wurde später auch Bestandteil der Deutschen_Reichsbahn. Nach der Wende wurde sie als eine der ersten Strecken am 10. August 1990 stillgelegt. Die Gleise sind noch vorhanden.

