Chemnitz-Adelsberg
{| border="0" cellpadding="2" cellspacing="1" style="float:right; empty-cells:show; margin-left:1em; margin-bottom:0.5em; background:#E3E3E3;"! colspan="2" | Karte
|- bgcolor="#FFFFFF"
| colspan="2" align="center" |
|-
! colspan="2" | Basisdaten
|- bgcolor="#FFFFFF"
| Fläche: /'>| 11,07 Einwohner: /'>| 5.654 (31. Dezember 2001)
|- bgcolor="#FFFFFF"
| 1950 Stadtteil im Südosten von Chemnitz. Er wird vom Norden aus im Uhrzeigersinn vom Zeisigwald in Hilbersdorf, von Euba, Kleinolbersdorf-Altenhain, Einsiedel, Erfenschlag, Reichenhain und Gablenz begrenzt. Die Postleitzahl von Adelsberg lautet 09127.
Geographie
Adelsberg hat eine, wie die meisten Regionen um Chemnitz, mit Hügeln durchzogene Landschaft.
Diese erreichen hier Höhen über 500 Meter. Die höchste Anhöhe ist der namensgebende Adelsberg mit einer Höhe von etwa 508 Meter. Der Stadtteil wird vom Niederhermesdorfer Bach, Breitenlehnbach und Adelsberggraben bewässert.
Verkehr
Durch den Westen des Stadtteils führt der im Jahr 2006 eröffnete Teilabschnitt des Südverbunds. Er kreuzt hier die Anschlussstelle Carl-von-Ossietzky-Straße/ Cervantesstraße sowie die Adelsbergstraße und mündet dann in die Augustusburger Straße. Des Weiteren kann man Adelsberg über die Zschopauer Straße (B_174) erreichen.
Adelsberg ist mit dem Nahverkehrs-Buslinien 33 und 35 erschlossen. Im äußersten Nordwesten des Stadtteils befindet sich der Straßenbahnbetriebshof der CVAG und eine Haltestelle der Nahverkehrs-Buslinie 41. Diese sind von der Carl-von-Ossietzky-Straße aus zu erreichen (für Fußgänger auch über die Überführung Cervantesstraße des nahegelegenen Südverbundes).
Wohnkultur
Charakteristisch für Adelsberg sind die zahlreich und in der Mehrzahl auftretenden Eigenheimsiedlungen. Adelsberg hat trotz der Nähe zu Chemnitz seinen ländlichen Charakter erhalten und zeichnet sich durch eine ruhige Verkehrslage aus. Selten sind noch kleinere Straßen und Gassen mit Schotter befestigt. Für neue Wohngebiete werden immer wieder Felder und Acker erschlossen und neu bebaut.
Freizeit und Erholung
Ein beliebtes Ausflugsziel im Stadtteil Adelsberg ist im Winter der ?Katzenbuckl?. Er ist den Anrainern und in den umliegenden Stadtteilen als Rodel- und Skifahrberg bekannt. Das zentral gelegene Adelsberg-Center bietet u. a. die Möglichkeit zum Einkaufen. Zudem befindet sich im Adelsberg-Center eine moderne und bekannte Bowlingbahn. An der Flurgrenze zu Kleinolbersdorf-Altenhain, auf der höchsten Stelle des namensgebenden Adelsbergs, befindet sich der Adelsbergturm, an dem sich die gleichnamige traditionsreiche Gaststätte anschließt. Das bei den Chemnitzern beliebte Ausflugsziel ist vom Schwarzwald umgeben und ein Knotenpunkt zahlreicher Wanderwege.
Bildung
In der Adelsberger Grundschule an der Adelsbergstraße werden Schüler der ersten bis vierten Klasse unterrichtet. Die Johann-Gottfried-Herder-Schule an der Kleinolbersdorfer Straße ist eine Realschule für die älteren Klassenstufen.
Religion
Die hier ansässige Kirchengemeinde ist die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Chemnitz-Adelsberg. Die Kirche der Gemeinde befindet sich im Kirchwinkel, einer kleinen Nebenstraße im mittlerem Ortsteil.
Sport
Zur Sportgemeinschaft Adelsberg e. V. gehören ein Fußballabteilung, der den großen und den kleinen Fußballplatz an der Cervantesstraße nutzt, sowie ein Basketball-, Vollyball- und Unihockeyabteilung an. Zusätzlich bietet er noch Leichtathletik, Tischtennis, Gymnastik, Triathlon sowie Schach und eine Abteilung für den Wintersport. Ein besonderes Highlight der SG Adelsberg ist die Kindersportschule-Chemnitz (KiSS), die am 1. Juni 2005 als erste KiSS in den Neuen Bundesländern von Frau Katrin Adler gegründet wurde.
Geschichte
Ursprünglich war Adelsberg in die beiden Dörfer Ober- und Niederhermersdorf getrennt, die 1934 zur Gemeinde Adelsberg zusammengeschlossen wurden. Niederhermersdorf war mit 322 ha wesentlich kleiner als Oberhermersdorf mit 801 ha. Daneben gab es noch Breitenlehn, einen Ortsteil von Oberhermersdorf. Der dörfliche Charakter des Stadtteils hat sich bis in die heutige Zeit bewahrt. Eine Industrialisierung setzte sich hier so gut wie nicht durch.
Die erste urkundliche Erwähnung des Adelsbergs, der Anhöhe im Osten des heutigen Stadtteils, erfolgte 1474 in einem Schreiben von zwei Bergleuten an den Kurfürsten von Sachsen, in dem um eine Schürferlaubnis gebeten wird.
Die Entstehung der beiden Orte als fränkische Ansiedlungen fanden bereits im 12. Jahrhundert statt. ?Oberhermsdorff? wurde bereits 1290, ?(Nieder-)Hermanstorf? (Dorf eines Hermann) erst 1331 erstmalig urkundlich erwähnt. Eine weitere Nennung ist für 1518 (?Niderhermersdorff?) nachweisbar. Beide Orte kamen mit der Auflösung des Chemnitzer Benediktinerklosters 1548 an das Amt Chemnitz.
Persönlichkeiten
Horst Fischer, Jazz-Trompeter (1930; ? 1986)
Weblinks
• Private Homepage über Adelsberg
• Weitere private Homepage über Adelsberg

