Chemin de fer de Guinée
Im westafrikanischen Land Guinea entstand - wie in vielen anderen Staaten Afrikas auch - kein zusammenhängendes Eisenbahnnetz, sondern nur einzelne Stichbahnen von der Küste in Landesinnere. Sie bestehen heute aus Chemin de fer de Guinée (ONCFG), Chemins de fer de la Compagnie des Bauxites de Guinée - Chemin de fer Conakry (CBG) und Chemin de fer de Boké.Geschichte des Eisenbahnbaus und Betriebs in Guinea
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden mehrere Bahnlinien zur Erschließung des Landes geplant und gebaut - teilweise in Normalspur, teilweise in Schmalspur mit einer Spurweite von 1000 mm.
Hauptstück war die in den Jahren 1900 bis 1914 errichtete sog. Conakry-Niger-Bahn, die auf einer 662 km langen Strecke Conakry mit Kankan verband. Von dort bestand eine Schiffsverbindung nach Bamako, der Hauptstadt Malis.
Der gegenwärtige Stand
Die staatliche Eisenbahnlinie Conakry-Kankan
Im Juni 1959 wurde die staatliche Gesellschaft ONCFG (=Office National des Chemins de Fer de Guinée) gegründet und ihr wurde der bisherige Besitz der Eisenbahnverwaltung der Region Conakry-Niger des ehemaligen französischen Kolonialgebiets AOF (Französisch-Westafrika) übertragen.
In den Folgejahren wurde diese Linie und das rollende Material wenig nur gepflegt. Auf Teilstrecken liegen noch Schienen mit einer Masse von nur 25 kg pro laufender Meter.
Seit 1993 ist der Bahnverkehr mit Ausnahme von Treibstofftransporten bis Mamou eingestellt.
1994 wurden die Aktivitäten der ONCFG der Firma SBDT (Société d?exploitation des gisements de Bauxite de Dabola-Tougué) übertragen. Dieses Unternehmen mit mehrheitlich iranischer Beteiligung sollte den Transit und Aluminat von einer noch zu bauenden Fabrik bei Dogomet übernehmen, und auch Personenzüge betreiben. Diese Projekt konnte jedoch nicht verwirklicht werden.
Im Jahr 2000 beschloß die Regierung einen privaten slovakischen Investor mit dem Betrieb der Linie zu beauftragen. In einem ersten Schritt sollte vom Hafen Conakry eine 36 km lange Teilstrecke in Betrieb genommen werden.
Zu diesem Zeitpunkt hatte die ONCFG nur 2 Lokomotiven des Herstellers Alsthom in betriebsbereiten Zustand, die im Vorortsverkehr Conakrys eingesetzt wurden.
Die Bahnstrecken der Bergbaugesellschaften
* Die Anfang der 1970er Jahre erbaute, 136 km lange Normalspurstrecke Kamsar ? Boké, wird von der Bergbaugesellschaft CBG betrieben. Sie befindet sich in einem relativ guten Zustand: Die Schienen wiegen 60 kg pro meter, sind miteinander verschweißt und lagern auf Metallschwellen
Über diese Bahnstrecke werden jährlich 12 Mio. t Güter transportiert. Es handelt sich dabei um Bauxit aus der Bauxitgrube Sangaredi und andere Mineralstoffe aus der Gegend von Kamsar.
* Die Meterspurbahn Conakry - Fria (meist als CFCF =Chemin de fer Conakry ? Fria) hat eine Länge von 143 km und wird von der Gesellschaft Friguia betrieben. Die Strecke wurde in den Jahren nach 1960 erbaut und befindet sich in einem akzeptablen Zustand. Zwischen Fria und Conakry werden jährlich mehr als 1 Mio t Güter befördert (600.000 t Aluminat, 200.000 t Erdölprodukte, 100.000 t Ätznatron). Die Züge werden zu 70% in Doppeltraktion gefahren, der Rest in Dreifachtraktion. Züge in Dreifachtraktion tranportieren bis 1580 t Nettolast.
* Die Strecke Conakry - Kindia hat Normalspurweite und ist 105 km lang. Betreiber ist die Bergbaugesellschaft SBK. Transportiert wird Bauxit (jährliche 1.2 Mio t) von Kindia zum Hafen von Conakry.
http://66.102.9.104/search?q=cache:jrXKAQLAyLAJ:www.srp-guinee.org/download/dsrp/DSRP%2520Rapport%2520su%2520GT%2520Infrastructures%2520de%2520base.doc+ONFCG&hl=fr&gl=fr&ct=clnk&cd=1&lr=lang_fr
DOCUMENT DE STRATEGIE DE REDUCTION DE LA PAUVRETE des Finanz- und Wrtschaftsministeriums der Republik Guinea; 2001
Zukunftsplanungen
Mit dem Bau der Trans-Guinea-Bahn soll der Transport von Eisenerzen von den Lagerstätten in Waldguinea im Südosten des Landes zu einem (ebenfalls noch zu bauenden) Überseehafen bei Matakan in der Präfektur Forécariah südwestlich von Conakry ermöglicht werden.
Außerdem würde der Transport von landwirtschaftlichen Produkten (Kaffee, Baumwolle, Bananen, Erdnüsse) beschleunigt und verbilligt.
Der Bau der mehr als 1000 km langen Strecke soll im Jahr 2007 beginnen. Es wird eine Bauzeit von 6-7 Jahren veranschlagt. Die Kosten werden auf bis zu 3 Mrd. US-Dollar geschätzt.
Während des Baus könnten etwa 5000 bis 6000 Arbeitskräfte beschäftigt werden. Dauerhaft würden mehr als 1000 Arbeitsplätze entstehen.
http://www.jeuneafrique.com/pays/guinee/gabarit_art_afp.asp?art_cle=PAN60026leproemrofd0 Artikel "Le projet du chemin de fer "Trans-Guinée" prend forme " 18.07.2006
Quellen
Weblinks
• Fahrpläne

