Chemin de fer Régional du Val-de-Travers
Der Personenverkehr auf dem gut 1.6 Kilometer langen Teilstück Fleurier?St-Sulpice wurde am 2. Juni 1973 endgültlig stillgelegt und durch einen Bus ersetzt, seither bildet die einstige Zweigstrecke nach Buttes den Endpunkt der Hauptlinie der RVT. Die Strecke nach St-Sulpice, wo eine Remise der RVT stand, blieb formal für den Güterverkehr und Dienstfahrten bestehen.
Parallel zum ab 1980 schrittweise eingeführten Taktfahrplan wurden zwei neue Triebwagen beschafft, die denjenigen der neuen BLS-Pendelzüge entsprachen und aus Kostengründen von diversen Privatbahnen jeweils in Bestellpools beschafft wurden. Die 1983 gelieferten EAVII-Triebwagen (mit zwei Führerständen) ersetzten den EAV-Triebwagen von 1965 der an die Chemin de fer Martigny-Orsières (MO) verkauft wurde ? die EAV-Steuerwagen wurden hingegen mit den neuen Triebwagen weiterverwendet.
Der stillgelegte Streckenabschnitt Fleurier?St-Sulpice wurde zum 100-Jahr-Jubiläum 1983 durch Nostalgiefahrten wiederbelebt und erhielt 1984 mit der Gründung des Dampfbahnvereins Vapeur Val-de-Travers (VVT) einen neuen Nutzen. Der VVT unterhält inzwischen ein Depot am Streckenende in St-Sulpice und nutzt die Strecke für Dampffahrten.
Zwischen 1985 und 1991 wurde weiteres Rollmaterial beschafft, darunter zwei neuere EAVII-Triebwagen (mit nur einem Führerstand), drei dazu passende Steuerwagen und vier neue Zwischenwagen. Der EAVII 104 wurde dafür an die GFM verkauft. Die BLS verkaufte 1991 ihre drei ABDe 4/8 741?743 an die Oensingen-Balsthal-Bahn (OeBB), welche die 743 wiederum 1994 an die RVT verkaufte.
1999 fusionierte die RVT mit benachbarten Betrieben, an denen ebenfalls der Kanton Neuenburg namhafte Beteiligungen hielt ? die Bahngesellschaft Chemins de fer des Montagnes Neuchâteloises (CMN) und der Busbetrieb Transports du Val-de-Ruz (VR) ? zu den Transports Régionaux Neuchâtelois (TRN).
Rollmaterial
Die RVT orientierte sich bei Rollmaterialbeschaffungen tendentiell an den benachbarten Privatbahnen. Etliche Fahrzeuge sind daher entweder Anschlussbestellungen oder wurde untereinander «getauscht».
; Triebwagen
* ABDe 537 311 (1944), ex ABDe 2/4 101
* ABDe 537 312 (1945), ex ABDe 2/4 102
* ABDe 4/4 103 (1965); EAV-Triebwagen
*: 1983 an MO (ABDe 4/4 9) verkauft
* ABDe 537 313
*: ehemals BLS ABDe 4/8 743 (1946), 1994 von der OeBB übernommen
* RABDe 4/4 104 (1983); EAVII-Triebwagen
*: an GFM (RABDe 4/4 173) verkauft
* RABDe 567 315 (1983), ex RABDe 4/4 105; EAVII-Triebwagen
* RBDe 567 316 (1985), ex RBDe 4/4 106; EAVII-Triebwagen
* RBDe 567 317 (1991); EAVII-Triebwagen
* RABe 527 321?322 (2002); NINA
* RABe 527 331, (2007); Stadler FLIRT, baugleich SOB-FLIRT
; Steuerwagen
* Bt 201; EAV-Steuerwagen passend zu ABDe 537 311 und 312
* ABt 202, ex Bt 202; EAV-Steuerwagen passend zu RABDe 4/4 104
* Bt 203; EAV-Steuerwagen passend zu RABDe 4/4 105
* Bt 204?206; EAVII-Steuerwagen
; Personenwagen
* B 301?302; Einheitswagen I
* B 304?307; EAVII-Zwischenwagen
Ausserdienst gestelltes Rollmaterial
Auswahl.
; Dieseltriebwagen
* ABm 2/5 9+10 (1914; 2 Stück), ex BCm_2/5; 1923?1965 im Dienst
*: Nummer 9 im Verkehrshaus Luzern ausgestellt.
* Te 4/4, ex MO ABDe 4/4 1
*: wurde 1978 an CJ abgegeben, die Teile für den De 4/4 Nummer 111 verwendete
; Elektrolokomotive
* Be 4/4 1
*: für Güterzüge auch vor Personenzügen eingesetzt.
; Dampflokomotiven
E_2/2 1?2 (1883)
*: Hersteller: SLM, Ausrangierung 1916 und 1908
E_2/2 3?4 (1886 und 1892)
*: Hersteller: Maschinenfabrik Mülhausen, Ausrangierung 1916
E_3/3 5?6 (1913)
*: Heissdampflokomotive von Krauss & Cie (München), Ausrangierung 1952 und 1946
* E 3/3 7, ex SBB E 3/3 8573; 1911?1928 im Dienst
*: verkauft an Von Roll Klus (Nummer 10), ab 1941 Gerlafingen
* E 3/3 8, ex SBB E 3/3 8575; 1911?1928 im Dienst
*: verkauft an Von Roll Klus (Nummer 11), ab 1941 Gerlafingen
* Ed 3/4 9, ex BSB Ed 3/4 52; 1926 übernommen
*: Ausrangierung 1946
Siehe auch
Liste der Schweizer Eisenbahnen
Weblinks
• Offizielle Website der TRN

