UPC Telekabel
UPC Telekabel ist ein Kabelnetzbetreiber, Telefon- und Internetprovider in Österreich.
Unternehmensgeschichte
Telekabel wurde 1978 als Tochter der österreichischen Philips Industrie GmbH (95 %) und der Kabel-TV-Wien (5 %) gegründet und ermöglichte erstmals in Österreich den Empfang deutscher Fernsehprogramme.
1995 wurde Telekabel an den niederlaendischen Konzern UPC verkauft.
Heute ist UPC Austria eine Tochterfirma von Motorola MediaCipher) übertragen und kann daher nicht mit einem beliebigen DVB-C Empfänger angesehen werden, sondern nur mit der Set-Top-Box.
Das digitale Basispaket beinhaltet außerdem 40 unverschlüsselte Non-stop-Musikkanäle aus den verschiedensten Musikgenres. Auch das Senden und Empfangen von e-mails direkt über den Fernsehbildschirm gehört ebenso dazu wie Interactive TV, das verschiedene interaktive Anwendungen auf dem Fernsehgerät ermöglicht, wie etwa Online Gaming, das Abrufen von aktuellen Nachrichten oder auch Sportinformationen. Aus technischer und inhaltlicher Sicht sind diese Informationskanäle allerdings eher mit Teletext als mit Internetdiensten zu vergleichen.
=Technische Features
=Auf der Website von UPC findet man keinerlei detaillierte Hinweise über technische Spezifikationen des Produkts und auch die Service-Hotline hält für technische Detailfragen keine Informationen parat.
Für MediaCipher gibt es kein Conditional Access Module für DVB Receiver, daher überlässt UPC seinen Kunden gegen Kaution die Motorola Set-Top-Box, die viele Kunden als veraltet empfinden. Der Receiver liefert kein digitales Signal, sondern wandelt das von UPC ankommende Signal in ein analoges PAL Fernsehformat um, das sich über einen analogen Scart-Stecker mit dem AV-Eingang herkömmlicher TV-Geräte verbinden lässt. Da es keinen digitalen Ausgang gibt, handelt es sich bei dem Produkt Digital-TV letztlich um herkömmliches Analog-TV mit mehr Sendern als bei UPC-Telekabel.
Programmgesteuerte Videoaufzeichnungen der Sender sind mit der Set-Top-Box ebenso wenig möglich wie bei anderen Digitalempfängern übliche Fähigkeiten wie Zeitversetztes Fernsehen. Zwar hat Motorola einen Electronic Program Guide in den Empfänger integriert, wer aber aktuelle elektronische Programmzeitschriften und EPG-Dienste kennt, wird über die EPG-Fähigkeit des UPC Receivers entäuscht. Wer von einem über UPC-Digital-TV ausgestrahlten Film eine Aufzeichnung vornehmen möchte, muss wissen, dass sich der Receiver nicht über EPG-Dienste steuern lässt. Um einen Film eines speziellen Senders aufzuzeichnen, muss der Receiver manuell auf den jeweiligen Kanal eingestellt werden und dann permanent laufen, da sich die Set-Top-Box auch nicht zeitlich steuern oder aktivieren lässt. Ein angeschlossener Video- oder Harddiscrecorder kann dann den Film über den AV-Eingang aufnehmen. Die Möglichkeit, über mehrere Tage unterschiedliche Programme aufzuzeichnen, lässt sich mit dem zur Verfügung gestellten Digitalempfänger nicht realisieren.
Der von UPC mitgelieferte Motorola Receiver DVi3000 hat zudem einige kleinere Mängel:
# Die Umschaltzeiten sind enorm: Durchschnittlich 2 Sekunden, bis das neu gewählte Programm zu sehen ist
# Die Software ist veraltet und nicht mehr Standard. Programmplätze sind nicht frei sortierbar und auch der Programmcode lässt sich nicht ändern. Der erste Sender (ORF1) liegt auf Programmplatz 101, alle weiteren Programme haben zwingend eine fest zugewiesene dreistellige Ziffer. Das lässt sich auch über eine Menü nicht ändern.
# Der Receiver hängt sich leicht auf oder stürzt gelegentlich ab. Wer während den Umschaltzeiten, die je nach angewählten Dienst bis zu 15 Sekunden dauern können, zwischenzeitlich einige weitere Tasten gedrückt hat, kann danach mitverfolgen, wie sich die Fernbedienung selbständig macht. Das kann einige Minuten dauern. Mitunter hilft nur noch, den Receiver vom Strom zu nehmen.
# Die Lautstärke-Buttons auf der Fernbedienung sind deaktiviert.
Digital Phone
Mit seinem Festnetztelefonservice kommt UPC als alternativer Telekommunikationsanbieter seit 1998 direkt in den Privathaushalt und ist einer von wenigen Betreibern, die für die ?letzte Meile? nicht auf die Infrastruktur der Telekom Austria angewiesen sind. Denn die derzeit 169.000 (Stand: 30. September 2006) Telefonie-Kunden in Österreich telefonieren über das Kabelnetz. Seit 1. Mai 2006 ist Priority durch das auf Voice over IP-Technologie basierende UPC Digital Phone ersetzt worden. In Kooperation mit dem Mobilfunkbetreiber one bietet UPC unter dem Namen ?Take Two? Mobil- und Festnetzanschluss für ein monatliches Kombinationsentgelt.
DSL Breitband Internet
Breitband Internet ist über Inode in entbündelten Gebieten als xDSL, oder als DSL in nicht entbündelten Gebieten verfügbar.
Für Mittel- und Großunternehmen werden Glasfaseranbindungen mit LWL Business, sowie Standortverbindungen mittels Leased Lines angeboten.
UPC-Arena Graz-Liebenau
UPC ist der Namensgeber des ehemaligen Arnold-Schwarzenegger-Stadion Graz-Liebenau. Es wurde am 18. Februar 2006 zur UPC-Arena umbenannt und mit dem 125. Grazer Stadtderby eröffnet. Laut dem Vorsitzenden der Geschäftsführung von UPC Thomas Hintze wurde der Vertrag für 10 Jahre bis 2016 abgeschlossen. Die Umbenennung war notwendig, weil der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger nach den Protesten in Österreich wegen der Hinrichtung von Stanley_?Tookie?_Williams das Recht auf Verwendung seines Namens zurückgezogen hat.
Weblinks
• UPC
• chello
• Inode
• Priority Telecom

