Süßwasser-Röhrenkrebs
Der Süßwasser-Röhrenkrebs (Chelicorophium curvispinum) stammt aus dem Raum um das Schwarze_Meer und das Kaspische_Meer. Eine erste Einwanderungswelle gab es über den Dnjepr, Pripjet, Bug, die Weichsel und die Warthe Erster Fund in Deutschland: 1912 im Müggelsee bei Berlin. Die weitere Ausbreitung geschah über norddeutsche Kanäle, ab 1987 ist der Krebs im Rhein zu finden. Eine zweite Einwanderungswelle kam über die Donau. Durch die Inbetriebnahme des Main-Donau-Kanals vermischten sich die beiden Populationen. Inzwischen ist er weit verbreitet in Seen, Flüssen und Kanälen.
Der Süßwasser-Röhrenkrebs baut Wohnröhren auf festen Materialien wie Steinen, Holz, Wasserpflanzen oder Muschelschalen. Als aktiver Filtrierer ernährt sich von Detritus und Plankton und weidet nachts die Algenbeläge der Röhrenumgebung ab.
Er hat eine Körpergröße bis zu 9 mm.

