Chauchat
Modell 1915 (Chauchat) ist ein französisches leichtes Maschinengewehr.
Ausgelegt im Kaliber 8 mm Lebel (8 mm x 50R), ist das Chauchat Modell 1915 1143 mm lang und hat ein Gewicht von 8620 g. Das Magazin fasst 20 Patronen und die Feuergeschwindigkeit beträgt etwa 400 Schuss/min.
Der Ursprung dieses Maschinengewehrs (MG) kann bis zur Pistole des ungarischen Konstrukteurs Frommer zurückverfolgt werden. Das Chauchat ist ein vom gleichnamigen Franzosen entwickelter Gasdruck-Rückstoßlader. Markant war bei dieser Waffe das halbmondförmige Magazin.
Die Franzosen führten das Chautchat-MG 1915 ein und mehrere tausend Stück übernahm zwischen 1917 und 1918 die US-Armee in ihre Bestände. Eine geringere Anzahl setzten auch die Belgier und Griechen ein.
Da dieses leichte MG im Kampfeinsatz eine Reihe von gravierenden Mängeln aufwies, die sich nicht beheben ließen, wurde es schnell wieder von allen Ländern ausgemustert, die amerikanischen Streitkräfte musterten es schon direkt nach dem Ersten_Weltkrieg wieder aus, die französische Armee offiziell 1926. Die Streitkräfte der Tschechoslowakei wurden zum Teil mit diesen Waffen ausgerüstet und im Verlauf des Indochinakrieges tauchten einige wenige Exemplare in den Reihen der vietnamesischen Kämpfer auf.
Der Vorteil der Chauchat als leichtes MG gegenüber den im Ersten Weltkrieg weit verbreiteten Vickers-, Lewis- und Maxim-Maschinengewehren lag in seinem damals vergleichsweise niedrigen Gewicht und der daraus resultierenden besseren Mobilität. Die Leistungsmerkmale des Chauchat waren jedoch denen der amerikanischen BAR_1918 unterlegen, die ähnliche Abmessungen hatte, allerdings kompakter, zuverlässiger und einfacher handzuhaben war.
Quelle
Vladimir Dolinek (und andere): Illustriertes Lexikon der Waffen im 1. und 2. Weltkrieg. Prag 2000, ISBN 3-89555-223-2
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