Katzensee
Der Katzensee (oder eiszeitlichen Moräne, die sie bis heute staut.
Die von Ried umgebenen Katzenseen liegen inmitten eines Feuchtgebiets von etwa 40 ha. Die beiden Seen sind langsam am Verlanden, und das Gebiet gilt als Schulbeispiel für Seenverlandung und Moorentwicklung, da dort auf relativ engem Raum sowohl ein Flachmoor als auch ein Hochmoor entstanden sind. Die Katzenseen sind immer wieder Ziel von naturwissenschaftlichen Exkursionen. In der Naturlandschaft sind 600 Arten von Blütenpflanzen nachgewiesen, darunter zahlreiche seltene Vertreter, die sich auch unter den dortigen Brutvögeln, Amphibien, Reptilien und Insekten finden.
Das Gebiet der Katzenseen wurde bereits 1912 vom Kanton Zürich unter Schutz gestellt und blieb daher weitgehend bewahrt vor Verbauungen und Ameliorationen. 1977 wurde das Gebiet ins Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung aufgenommen.
Am Katzensee befinden sich ein kostenloses Strandbad, das zu den meistbesuchten Strandbädern Mitteleuropas gehören soll, sowie ein FKK-Bad.
Im Januar 2006 gefror der Katzensee zu und wurde zum Betreten offiziell freigegeben. Es lag gemäss Glaziologen Schwarzeis vor, das kompakt gefroren und zwischen 11,6 und 16 Zentimeter dick war. Zuletzt konnte der See im Jahr 1991 begangen werden.
Die Zürcher Wasserschutzpolizei hatte am 13. Juli 2006 im Katzensee eine männliche Leiche geborgen. Es handelte sich um einen 47-jährigen Mann, der seit drei Wochen vermisst wurde. Aufgrund mehrerer Tätowierungen konnte die Person rasch identifiziert werden. Der Vermisste wollte am 25. Juni 2006 zusammen mit einem Bekannten den Katzensee durchschwimmen, erreichte das Ufer aber nicht. Mehrere Tauchaktionen blieben vorerst erfolglos, da das Wasser sehr trüb war.

