Château des Milandes
Château des Milandes ist ein Schloss in der Dordogne (Frankreich). Es wurde 1489 durch François de Caumont, Graf von Castelnaud, auf Initiative seiner Frau Claude de Cardaillac erbaut. Ihm gehörten auch die Festungen Castelnaud und Berbiguières, zwischen denen das Schloss situiert war. Bis 1535 blieb das Schloss der Hauptwohnsitz dieser Familie. Es bestand ursprünglich aus einem Hauptgebäude und einem viereckigen Turm.
In der französischen Revolution wurde das Schloss enteignet. Danach ging es durch mehrere Hände, wurde jedoch nicht bedeutend verändert.
1870 wurde das Schloss von dem Industriellen Charles Claverie erworben, der es komplett renovierte und umbaute. Unter anderem wurden zwei zusätzliche Türme gebaut und ein weiteres Hauptgebäude. Gotisierende Elemente finden sich in den Arkaden der Terrassen und den allegorischen Figuren auf den Balustraden. Auch ein neuer Weinkeller wurde angelegt.
1908 beauftragte Charles Claverie den Gartenarchitekten Jules Vacherot mit der Umgestaltung des im 15. Jahrhundert erstmals angelegten Gartens.
Im Jahr 1938 wurde das Schloss von Josephine Baker zuerst gemietet und dann 1947 gekauft. Sie veranlasste Strom- und Wasseranschluss im Schloss sowie im angrenzenden Dorf Milandes, welches damit das erste Dorf im Périgord mit diesen Annehmlichkeiten wurde. Josephine Baker beauftragte zudem eine völlige Erneuerung der Innenausstattung des Schlosses. Das Schloss diente als Zuhause für ihre "Regenbogen-Familie", 12 von ihr adoptierten Kindern unterschiedlichster Nationalität.
Das Schloss kann besichtigt werden (siehe Weblinks).
Weblinks
* http://www.milandes.com/index.htm (französisch + englisch)
* http://www.francedirect.net/milandes.htm (englisch)

