Chasechemui
und Horusname von Chasechemui]]
(Hor Seth) Cha-sechemui oder Chai-sechemui war der Horusname des letzten altägyptischen Königs (Pharaos) der 2. Dynastie (Frühdynastische_Zeit), welcher von um 2734 bis um 2707 v. Chr. regierte.
Belege
In Hierakonpolis (Nechen) befindet sich ein ummauerter Bezirk aus der Zeit des Cha-sechemui (67 m x 48 m). Hier fand man Granitbruchstücke mit dem Namen des Königs und zwei Statuen, die sich heute in den Museen Kairo und Oxford befinden. Auf dem Sockel einer Statue steht: ?Jahr des Kampfes und der Unterwerfung des Nordens?, Cha-sechemui macht 47.209 Gefangene (Aufrührer).
Möglicherweise sind Chasechem und Cha-sechemui zwei Könige, die nacheinander regiert haben. Einige Ägyptologen identifizieren ihn mit Seth Peribsen. Aber dann würden jedoch von ihm in Abydos zwei Gräber existieren.
Familie
Cha-sechemui war verheiratet mit der Königin Nimaat-Hapi, die eventuell aus Unterägypten stammtSilke Roth: Die Königsmütter des Alten Ägypten von der Frühzeit bis zum Ende der 12. Dynastie, Wiesbaden 2001, S. 59-67 ISBN 3447043687. Sie war die Mutter des Thronfolgers Djoser.
Regentschaft
Durch diese Verbindung und einige Feldzüge gegen Aufrührer im Delta festigte Cha-sechemui die Reichseinigung.
Sein Serech zeigt Horus und Seth nebeneinander und somit das Ende der Gegensätze.
Grabmal
Bei Abydos befindet sich das so genannte Schunet-el-Zebib, eine Ergänzung zum Grab des Cha-sechemui. Die 5,35 m dicke Hauptmauer misst außen 123 m x 64 m und ist umgeben von einer dünnen Außenmauer. An drei Seiten ist die Hauptmauer durch einfache Nischen gegliedert, nur zum Nil hin wird je eine mehrstufige Nische von je einer 3-er Gruppe einfacher Nischen begleitet. Die Mauerfronten sind durch Türöffnungen durchbrochen. Nahe der östlichen Ecke stand ein kleines, 18,3 m x 15,5 m großes Gebäude. Evtl. ist diese Anlage der Vorläufer eines Grabtempelkomplexes, wie ihn sein Sohn? Djoser in der 3. Dynastie errichtet hat. Im Inneren besteht der Bau aus kleinen Kammern mit verwinkelten Zugängen.
Das Grab des Cha-sechemui in Abydos befindet sich in einer Grube von 69 m x 12,2 m mit 57 Vorratskammern. Die Grabkammer im Zentrum ist 1,98 m tief; Wände und Boden sind mit Kalksteinquadern verkleidet. (3,18 x 5,26 m).
In dem Grab fanden sich noch relativ viele Grabbeigaben. Besonders bemerkenswert sind einige Bronzegefäße, die den frühsten Beleg für dieses Metal in Ägypten darstellen. A.J. Spencer. Early Dynastic Objects. Catalogue of Egyptian Antiquities in the British Museum. London 1980, S. 88
Quellen
Literatur
Zum Namen
*Peter Kaplony: Inschriften der ägyptischen Frühzeit. Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 1963, Band III, S. 83 (311), 59 (214), ISBN 3-447-00052-X
*W.M.Flinders Petrie: Tombs oft the Courtiers and Oxyrynkhos. 1925, t.1 (18)
• Edward Quibell]: Hieraconpolis. 1900-1902, Band 1, t.38
*Jürgen von Beckerath: Handbuch der ägyptischen Königsnamen. Deutscher Kunstverlag, München-Berlin 1984, S. 49, 175, ISBN 3-422-00832-2
Detailfragen
* Walter B. Emery: Ägypten, Geschichte und Kultur der Frühzeit, 3200-2800 v. Chr. Fourier Verlag, Wiesbaden 1984-2002, S. 112-114, ISBN 3-921695-39-2
* Toby A. H. Wilkinson: Early Dynastic Egypt. Routledge, London/New York 1999, S. 91-94, ISBN 0415186331
*Peter Kaplony in: Lexikon der Ägyptologie I. Harrassowitz Verlag, Wiesbanden 2000, S. 910-912, ISBN 3447044683
*R.A. El-Farag: A Stela of Khasekhemuy from Abydos, (Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instututs Kairo 36). 1986 S. 77-80
*Wolfgang Helck: Untersuchungen zur Thinitenzeit. (Ägyptologische Abhandlungen, Band 45), Otto Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 1987, S. 106ff. ISBN 3-447-02677-4
*Jürgen von Beckerath: Chronologie des pharaonischen Ägypten. Zabern Verlag, Mainz 1997, S. 26, 39, 166-167, 170-174, 177-178, 187, ISBN 3-8053-2310-7
*Rifaat Abdallah Farag : A Stela of Khasekhemui from Abydos (Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo 36), Zabern Verlag Mainz 1980, S. 77-79
Allgemeines
*Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen. Albatros Verlag, Düsseldorf 2002, S. 98-99, ISBN 3-491-96053-3
*Sir Alan Gardiner: Geschichte des Alten Ägypten. Weltbildverlag, Augsburg 1994, S. 463-67, ISBN 3-89350-723-X
*Peter A. Clayton: Die Pharaonen. Bechtermünz Verlag, Augsburg 1994, S. 14, 27, 28, 29, ISBN 3-8289-0661-3
Weblinks
• Chasechemui auf Digital Egypt (engl.)

