Khartum
Khartum (, , englische [mittlerweile auch vom Duden verwendete]Duden, 24. Auflage 2006 Schreibweise Khartoum) ist die Hauptstadt der Republik_Sudan und des Bundesstaates al-Chartum.
Lage
Die Stadt liegt am Zusammenfluss des Weißen_Nils mit dem Blauen_Nil.
Bevölkerung
hat 2.207.794 Einwohner in der eigentlichen Stadt und in der Agglomeration mit Omdurman und al-Chartum Bahri 8.363.915 Einwohner (Berechnung 2007). Damit ist Khartum die viertgrößte Agglomeration_in_Afrika.
Bevölkerungsentwicklung:
Geschichte
Frühe Geschichte
Khartum wurde 1820 von den Ägyptern unter Mehemed Ali als Militärlager gegründet. Bald darauf siedelten sich Einheimische an, um den Handel mit den Ägyptern zu intensivieren. Nach dem Sturz des alten Handelszentrums Schandi konzentrierte sich der Handel Sudans in Khartum, das nun den gesamten Handel mit Elfenbein, Gummi, Tamarinden, Straußenfedern und Sklaven aus Zentralafrika mit dem Roten_Meer vermittelte.
Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde Khartum als zumeist aus elenden Lehmhäusern mit engen, krummen und schmutzigen Gassen beschrieben. Aus Ziegeln erbaut waren nur das große Haus des Gouverneurs, das einen weiten, mit Dattelpalmen geschmückten Vorplatz hatte, die 1847 gegründete österreichisch-apostolische Mission, die einzige Moschee, die koptische Kirche und einige Häuser der handeltreibenden Griechen und anderer Europäer, Levantiner und Araber. In der Stadt unterhielten Österreich-Ungarn und Großbritannien Konsulate und die Bevölkerung wird auf rund 50.000 Einwohner geschätzt, die zum allergrößten Teil aus Arabern bestand ? daneben noch aus afrikanisch-stämmigen Sklaven, Levantinern, Griechen, Italienern, Franzosen und Briten.
Unter Ismail Pascha wurde die Stadt zur Hauptstadt Sudans und zum Sitz der Generalgouverneure (u.a. Baker_Pascha, dann Gordon_Pascha u. a.) erhoben.
Ab März 1884 wurde Khartum im Zuge des Mahdi-Aufstandes von den Anhängern Muhammad Ahmads belagert. Zwei Tage bevor die britischen Entsatztruppen eintrafen ließ der Mahdi am 26. Januar 1885 Khartum angreifen. Am Morgen traten 50.000 Mahdisten zum Angriff an, stürmten die Stadt und töteten Gordon Pascha, vermutlich im Gouverneurspalast. Der Mahdi gründete Khartum gegenüber, am westlichen Nilufer, in Omdurman, eine neue Hauptstadt. Unter seinem Nachfolger Abdallahi ibn Muhammad wurde Khartum endgültig aufgegeben und verwandelte sich zur Geisterstadt. Erst 1898, nach der Niederschlagung des Mahdiaufstandes durch den britischen Sirdar Kitchener, wurde die Stadt wieder aufgebaut.
Neuere Geschichte
In den 1970er und 1980er Jahren war Khartum das Ziel von hundert-tausenden Flüchtlingen, die Schutz vor den Konflikten in Tschad, Äthiopien und Uganda suchten. Diese siedelten sich in großen Slums in den Außenbezirken der Stadt an. Seit 1983 kamen dann auch viele Vertriebene aus Sudan selbst hinzu, als Folge des neu entbrannten Sezessionskrieges_in_Südsudan und des Darfur-Konfliktes.
Am 20. August 1998 wurde durch die Clinton-Regierung der USA die Bombardierung der Asch-Schifa-Arzneimittelfabrik im Administrationsbereich der Stadt al-Chartum Bahri veranlasst, da der Verdacht bestand, dort würden Komponenten für Chemiewaffen produziert.
Nach dem Tod von John Garang, dem Führer der SPLA, brachen am 1. und 2. August 2005 Unruhen in der Stadt aus, bei denen 75 Menschen ums Leben kamen und mehrere hundert verletzt wurden.
Infrastruktur
Flughafen Khartum
* Brücken: Al-Mak-Nimr-Brücke, Alte Omdurman-Brücke, An-Nil-al-azraq-Brücke, Kubir-Brücke, Tuti-Brücke
* Eisenbahnlinien nach Osten zu Bur Sudan, nach Norden zu Wadi Halfa und nach Südwesten über Kusti nach Waw, al-Ubayyid und Nyala
Stadion von Khartum
Bildung
Dies ist eine noch unvollständige Liste aller Hochschulen und Universitäten in Khartum:
Universität Khartum
Universität Sudan für Wissenschaft und Technologie
Unity High School
Sehenswürdigkeiten
Universität Khartum
Große Moschee von Khartum, Faruq-Moschee, Asch-Schahid-Moschee
Präsidentenpalast von Khartum
* Die Nile Street, gesäumt mit Eselsfeigenbäumen
* Katholische und Anglikanische Kathedrale: Römisch-Katholische Kathedrale von Khartum, Allerheiligen Kathedrale von Khartum
Suq Arabi von Khartum, der arabische Markt im Zentrum der Stadt
Botanischer_Garten und Zoo
Nationalmuseum Sudan, mit Relikten aus dem Nubischen Königreich Kusch, einen Tempel der Hatschepsut und frühchristlichen Wandmalereien sowie das Museum der Alten_Allerheiligen_Kathedrale_von_Khartum
Söhne und Töchter der Stadt
• Muhammad Nagib], ägyptischer Offizier und Politiker
Städtepartnerschaften
* China seit 1995[http://www.wh-china.com/whzl/yhcs/200602/t22125.html Webseite der chin. Stadt Wuhan zur Städtepartnerschaft]
* Istanbul, Türkei seit 2001[http://www.byegm.gov.tr/YAYINLARIMIZ/CHR/ING2001/10/01x10x12.HTM Turkish Press Review 12.10.2001 - MIRZAOGLU RECEIVES KHARTOUM GOVERNOR]
Siehe auch
• Quellen
Literatur
*
Weblinks
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