Galmiz
Galmiz ist eine politische Gemeinde im Seebezirk (französisch: District du Lac) des Kantons Freiburg in der Schweiz. Der französische Name der Gemeinde lautet Charmey (Lac), im Unterschied zur Gemeinde Charmey im Distrikt Gruyère.
Geographie
Galmiz liegt auf , 4 km nordöstlich des Bezirkshauptortes Murtensees im nördlichen Freiburger Mittelland.
Die Fläche des 8.9 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Grossen Mooses. Der Hauptteil des Gebietes wird von der landwirtschaftlich intensiv genutzten Ebene des Grossen Mooses eingenommen, die vom Galmizkanal und dem Biberekanal zum Broyekanal (französisch: Canal de la Broye) entwässert wird. Zu Galmiz gehören die Fluren Galmizmoos, Neumatten, Turbenmoos, Burgmoos und Hinterem Horn. Nach Westen erstreckt sich der Gemeindeboden über den rund 1 km breiten Waldgürtel Le Chablais bis an den Murtensee, der hier ein mit dichtem Schilf bestandenes Ufer besitzt. Die Seeuferlinie von Galmiz beträgt rund 2 km vom Ausfluss der Broye im Norden bis zur Mündung eines kurzen Entwässerungskanals im Süden.
Im Süden reicht das Gemeindegebiet über den Wiesenhügel Hinter den Reben () und die Mulde des Dorfbachs von Galmiz bis auf die angrenzenden Molassehöhen und erreicht am Hang des Murtenwaldes beim Franzosenholz mit den höchsten Punkt von Galmiz. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 7 % auf Siedlungen, 20 % auf Wald und Gehölze, 71 % auf Landwirtschaft und rund 2 % war unproduktives Land.
Zu Galmiz gehören einige Einzelhöfe, darunter der Tannenhof und der Erlenhof im Grossen Moos. Nachbargemeinden von Galmiz sind Lyss mit einem Bahnhof in Galmiz in Betrieb genommen.
Geschichte
Das Gemeindegebiet von Galmiz war schon sehr früh besiedelt. Es wurde von der Römerstrasse durchquert, die Aventicum mit Petinesca verbunden hatte. An dieser Strasse befand sich eine römische Villa, die vermutlich von 50 bis 250 nach Christus bewohnt war.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1242 unter dem Namen Chalmitis; von 1340 ist die Bezeichnung Charmey überliefert. Der Ortsname ist vom lateinischen Wort calma (Ödland) abgeleitet. Seit dem Mittelalter unterstand Galmiz der Herrschaft Murten. 1475 gelangte das Dorf als Teil der Landvogtei Murten unter die gemeinsame Verwaltung der Stände Bern und Freiburg. Es wurde während der Burgunderkriege verwüstet.
Nach dem Zusammenbruch des Ancien régime (1798) kam Galmiz an den Kanton Freiburg. Während der Helvetik und der darauf folgenden Zeit gehörte es zum Distrikt Murten, bevor es 1848 mit der neuen Kantonsverfassung in den Seebezirk eingegliedert wurde.
Weblinks
• Offizielle Website der Gemeinde Galmiz
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• Luftaufnahmen des Grosses Mooses bei Galmiz
lmo:Galmiz

