Charlie Christian
Charlie Christian (29. Juli 1916 in Dallas, Texas; ? 2. März 1942 in New York City) war einer der bekanntesten Gitarristen des Jazz.Charlie Christian war neben Eddie Durham [Posaune, E-Gitarre, Arrangement] einer der ersten, der die elektrisch verstärkte Gitarre populär machte (in diesem Fall eine Gibson ES-150, also eine vollakustische Jazz-Gitarre mit einem Single-Coil-Tonabnehmer). Christian, der bis dahin in Oklahoma City lebte, wurde von Jazz-Impressario John Hammond entdeckt und nach New York gebracht, wo Christian Mitglied der Band von Benny Goodman wurde und - meist in kleineren Besetzungen und mit einigen Mitgliedern der Count-Basie-Bigband sowie Goodman Klarinette selbst - eine ganze Reihe von Aufnahmen machte, in denen sein elektrisch verstärktes Single-Note-Spiel voll zur Geltung kam. Daneben nahm Christian zusammen mit der Bigband von Goodman das Stück "Solo Flight" auf, das ihn als Solisten herausstellte.
Charlie Christian war neben Musikern wie Lester Young einer der ersten im Jazz, die erhöhte Intervalle (Nonen- bis Terzdezimen-Akkorde) in ihre Improvisationen miteinbezogen und damit als einer der Vorreiter des Bebop gelten kann, welcher Mitte der Vierzigerjahre populär werden sollte (wenn Christian selbst auch kein ausgesprochener Bop-Gitarrist war).
Neben den Studioaufnahmen sind herausragend einige Sessions, die 1941 in "Minton's Playhouse" in New York mitgeschnitten wurden und die Christian in Hochform zeigen.
Charlie Christian starb 1942 an Tuberkulose.

