Charles Lewinsky
Charles Lewinsky (14. April 1946 in Zürich) ist ein Schweizer Drehbuchautor und Schriftsteller.Lewinsky studierte Germanistik und Theaterwissenschaft sowie Regieassistenz bei Fritz Kortner. Er arbeitete anschliessend als Dramaturg und Regisseur an verschiedenen Bühnen, sowie als Redakteur und Ressortleiter der Sendung ?Wort-Unterhaltung? des Schweizer Fernsehens. 1984 veröffentlichte er zusammen mit Doris Morf sein erstes Buch Hitler auf dem Rütli. und war Es folgten weitere Bücher und Produktionen beim Schweizer Fernsehen, ARD und ZDF. In der Schweizer Öffentlichkeit wurde Lewinsky Mitte der Neunziger Jahre als Autor der Sitcom Fascht e Familie bekannt. Anerkennung als Schriftsteller holte er sich 2006 mit der jüdischen Familiensaga Melnitz. Lewinsky hat zudem über 700 Liedtexte für verschiedene Komponisten geschrieben.
Werke (Auswahl)
Bücher
*Hitler auf dem Rütli 1984
*Der A-Quotient. Theorie und Praxis des Lebens mit Arschlöchern 1994
*Der jüdische Rabe 1995
*Johannistag 2000 (ISBN 9783312003884)
*Ein ganz gewöhnlicher Jude 2005 (ISBN 9783434545248; siehe auch: Drehbücher und Theater)
*Melnitz 2006 (TB ISBN 9783423135921)
*Gipfelkonferänz mit Jacob Stickelberger, 2007 (ISBN 9783312003945)
*Einmal Erde und zurück: Der Besuch des alten Kindes 2007 (ISBN 9783715205274)
TV
* Fascht e Familie, Sitcom (1994-1999)
* Fertig lustig, Sitcom (2001)
Bühne
* Deep (Musical)
Drehbücher
* Ein ganz gewöhnlicher Jude ARD, 2005 (Regie Oliver Hirschbiegel, mit dem Hauptdarsteller Ben Becker)
* Die Sonnenuhr, ZDF, 2005 (Hauptdarstellerin Mariele Millowitsch)
Theater
*Ein ganz gewöhnlicher Jude als Einpersonenstück mit Eugen Verenin. Mit einem hintergründigen Humor führt Lewinsky vor, wie eine nichtjüdische Umwelt durch ihr Verhalten bewirkt, dass sich ein "ganz gewöhnlicher" Jude gar nicht mehr "gewöhnlich" findet: Der Hamburger Journalist Emanuel Goldfarb, als einziger Sohn von Shoa-Überlebenden in Deutschland geboren, bekommt eine Anfrage von einem Sozialkundelehrer, ob er bereit sei, vor Schülern der 8. Klasse Fragen zum Judentum zu beantworten. Goldfarb will nicht öffentlich Auskunft geben, aber er scheitert ebenfalls daran, einen Absagebrief zu formulieren. Das Stück ist Monolog und Dialog zugleich: Der Protagonist tritt mit sich und seinen Zuhörern in einen Dialog über seine Identität als Jude und Deutscher im Land der Täter. - Aufführung für "Jüdische Kulturtage im Rheinland" 2007, vom 8. 3. an in verschiedenen Städten.
Weblinks
• offizielle Homepage von Lewinsky
• FAZ-Artikel

