Chanthaburi (Provinz)
Chanthaburi (in Tschangwat) im Osten Thailands, sie wird aber verwaltungstechnisch zu Zentralthailand gezählt.
Lage
Die Provinz Chanthaburi liegt an der Grenze zu Kambodscha und an der Küste des Golf von Thailand. Während die Küstenlandschaft eher flach ist, steigt das Land nach Nordosten hin zu einem beträchtlichen Gebirge hin an, das die natürliche Grenze zu Kambodscha bildet. Die höchste Erhebung der Provinz liegt bei Soi Dao Nua und ist 1556 m über d. M.
Klima
Das Klima ist tropisch-monsunal.
Wirtschaft und Bedeutung
In der Provinz werden Edelsteine und Halbedelsteine gewonnen und verarbeitet. Insbesondere Rubine und Saphire sind hier zu finden.
Daneben gedeihen tropische Früchte aller Art.
Das Bruttosozialprodukt der Provinz betrug 2004 27.940 Millionen Baht (Quelle: Thailand in Figures. 9. Aufl. 2006).
Bildung
*Rhamphaiphannee University
*Burapha Universität- Chanthaburi Campus
*Rajamangala University of Technology Tawan-Ok
*Krankenschwester Schule der Prokklau Krankenhaus
Geschichte
Die Landschaft westlich von Kambodscha war schon früh von Khmer und ihrem alten Reich Angkor beherrscht, ehe die Siamesen aus Ayutthaya ihren Einfluss im 15. Jahrhundert ausdehnen konnten. Danach gab es immer wieder Überfälle aus Kambodscha, aber keine Änderung des territorialen Status'. Meist dienten die Überfälle dazu, Güter und vor allem wertvolle Arbeitskräfte mit nach Kambodscha zu nehmen.
Nach der Zerstörung von Ayutthaya durch die Burmesen im Jahre 1767 diente Chanthaburi bis etwa 1770 als Hauptquartier für die Armee des Generals Taksin (des späteren Königs in Thonburi), der Siam wieder in die Unabhängigkeit führte.
Im Zuge der Paknam-Krise besetzten französische Truppen 1893 Chanthaburi, zogen sich erst 1905 nach der Herausgabe der westlichen Gebiete von Kambodscha durch die Siamesen von dort zurück.
Siehe auch: Geschichte Thailands und entsprechender Eintrag in Chanthaburi
Bevölkerung
Viele Bewohner der Provinz Chanthaburi sind geborene Vietnamesen oder stammen von ihnen ab. Vietnamesen wanderten in drei Wellen nach Thailand ein:
# im 19. Jahrhundert während der anti-katholischen Übergriffe in Cochin-China (damals bereits das Kaiserreich Vietnam)
# Flüchtlinge aus Indochina während der 20er bis 40er Jahre des 20. Jahrhunderts
# eine Welle nach dem Sieg der Kommunisten aus Nordvietnam 1975 über die USA und Südvietnam.
Wappen
Sehenswürdigkeiten
* Das Wildschutzgebiet Khao_Soi_Dao_Wildlife_Sanctuary (?????????????????) im Landkreis Soi Dao liegt 70 km nördlich von der Provinzhauptstadt.
Khao_Chamao-Khao_Wong_Nationalpark - an der Grenze zur Provinz Rayong gelegen
* Der Nationalpark Khao Khitchakut mit dem Krathing-Wasserfall - 30 km von Chanthaburi entfernt, man sieht dort noch viele Wildtiere frei laufen. Auf dem Gipfel des Khitchakut-Berges befindet sich ein Fußabdruck des Buddha.
* Der Nationalpark Namtok Phliu (??????????, Pliew) - großer Park mit dem Phliu-Wasserfall und einer von König Rama V. Chulalongkorn gestifteten Stupa.
Laem Sing (Löwen-Kap) - mit einer Festung, darin Khuk Khi Gai (Hühnermist-Gefängnis) - ca. 30 km südlich der Stadt in der Nähe des Piers; der Name ist darauf zurückzuführen, daß das Gebäude von französischen Besatzungstruppen während der Paknam-Krise seit 1893 als Gefängnis genutzt wurde. Dabei soll man im obersten Stockwerk einen Hühnerstall etabliert haben, aus dem durch das perforierte Dach der Hühnermist in die unteren Stockwerke gefallen sein soll.
Siehe auch Eintrag in Chanthaburi.

