Kanalinseln (Kalifornien)
thumb|260px|Der_Inselverzwergung
Die Kanalinseln von Kalifornien (engl. Channel Islands), auch Santa-Barbara-Inseln, sind eine Kette von acht Inseln, die der Küste des südlichen Kaliforniens vorgelagert sind. Die Inseln sind für ihren Reichtum an Meerestieren bekannt.
Die acht Inseln sind:
San Miguel, Santa Cruz, Santa Rosa, Anacapa und Santa Barbara bilden zusammen den Channel-Islands-Nationalpark, zu dem der Zugang für Touristen beschränkt ist. Die Kanalinseln sind Heimat des Insel-Graufuchses, einer endemischen Fuchsart, die zu den kleinsten Fuchsarten der Welt zählt. Diese Art hat sich aus dem nordamerikanischen Graufuchs entwickelt und stellt eine typische Form der Inselverzwergung dar.
Vor etwa 30.000 bis 12.000 Jahren lebte auf den Kanalinseln von Kalifornien ein weitetes Produkt der Inselverzwergung das Zwergmammut (Mammuthus exilis), eine ausgestorbene Art aus der Familie der Elefanten mit einer Schulterhöhe von 1,20 bis 1,80 Meter.
Die umgebenden Meere sind ebenfalls geschützt und bilden das "Nationale Meeresschutzgebiet der Kanalinseln" (Channel Islands National Marine Sanctuary). Der Fischreichtum der Umgebung begünstigt das Vorkommen großer Wale ebenso wie die berühmten Robbenkolonien. Vier Robbenarten gründen an den Küsten ihre Kolonien: der Nördliche_See-Elefant, der Kalifornische_Seelöwe, der Stellersche_Seelöwe und neuerdings auch der Nördliche_Seebär.
San Nicolas und San Clemente sind von der US-Kriegsmarine kontrolliertes Sperrgebiet. Als einzige der Inseln ist Santa Catalina dauerhaft bewohnt.

