Veränderungsmanagement
Unter Veränderungsmanagement [] (englisch ) lassen sich alle Aufgaben, Maßnahmen und Tätigkeiten zusammenfassen, die eine umfassende, bereichsübergreifende und inhaltlich weit reichende Veränderung - zur Umsetzung von neuen Strategien, Strukturen, Systemen, Prozessen oder Verhaltensweisen - in einer Organisation bewirken sollen. Mit der Verfolgung von Änderungen an Produkten befasst sich das Änderungswesen.Zeitliche Veränderung des Veränderungsmanagements
Der Ursprung des Veränderungsmanagements geht auf die Organisationsentwicklung in den USA der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts zurück. Die Wissenschaftler Roethlisberger und führten im Rahmen von Forschungen zur Leistungssteigerung Experimente in den Werken der durch. Sie entdeckten, dass die beobachtete Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter stärker von der Aufmerksamkeit für die Mitarbeiter beeinflusst wurde, als durch Änderungen der Arbeitsbedingungen.
Von Kurt Lewin wurden in den vierziger Jahren weiter gehende Untersuchungen durchgeführt. Die Pioniertheorie von Lewin (1947, 1958) beschäftigt sich im Rahmen der Organisationstheorie mit den }}, , TQM oder Kernkompetenz-Management sind mittlerweile Managementklassiker, die durchaus bekannt sind, aber teilweise schon wieder vergessen werden.
Ex post lassen sich heute folgende vier Gemeinsamkeiten feststellen:
# die Konzepte wurden ausgezeichnet vermarktet,
# an Fallbeispielen oder in realen Situationen verifiziert,
# diffundierten durch den Großteil der Unternehmen und wurden
# am Ende alle von neuen Konzepten abgelöst.
Betrachtet man nun die jeweiligen Moden einfach abstrakt als nutzbare Methoden, oder auch einfach als herstellbares Produkt (Dienstleistung), dann kann man die Aussage unterstützen, dass die Konzepte einfach dem Produktlebenszyklusmodell folgen und deswegen irgendwann den Zenit überschreiten und abgelöst werden.
Veränderungsmanagement wird oft als zeitlich befristetes und damit auch einer Mode unterliegendes Modell oder aber als einzelnes ? schnell abschließbares ? Projekt angesehen. Da es aber heute als kaum strittig gilt, dass sich Unternehmen einer ständigen Veränderung unterziehen müssen, um langfristig am Markt erfolgreich zu sein, handelt es sich beim Veränderungsmanagement eben nicht um eine Modeerscheinung, sondern in erster Linie um die professionelle Umsetzung der aktuell entwickelten und aktuell vermarkteten Konzepte. Der Vorwurf des Veränderungsmanagements als Mode kann sich also lediglich auf die inhaltliche Ausgestaltung beziehen.
Begleitung von Veränderungsprozessen
Der Mensch als ?Gewohnheitstier? steht in der Regel Veränderungen skeptisch gegenüber. Veränderungen sind mit Unsicherheit über die Zukunft verbunden und können als Gefahren und Risiken wahrgenommen werden.
Im modernen Projektmanagement wird dieser Einstellung des Menschen Rechnung getragen. Die Betroffenen (engl. ) vorbereitet. Ein Veränderungsmanagement in diesem Sinn kann Informations- und Schulungsmaßnahmen beinhalten. Vertreter nachhaltig gemeinter Veränderungsprozesse (z. B. Reinhard Sprenger) plädieren eindeutig für die frühestmögliche Einbeziehung der .
Damit vermittelt man den betroffenen Mitarbeitern die nötige Sicherheit in den Prozess. Je stärker die Sicherheit umso größer die Bereitschaft zur Veränderung. Wenn diese Bereitschaft nicht erzeugt wird, können Widerstände aus der Belegschaft das Projekt zum Scheitern bringen.
Die Weiterentwicklung der ermöglicht den Unternehmen durch eine strukturierte Begleitung die sieben Schritte eines Veränderungsprozesses/Vorhabens einfach und effizient zu begleiten. Durch die methodische Begleitung wird der Unternehmung die Möglichkeit gegeben diese Disziplin für die Unternehmung auch lernbar zu machen. Das bedeutet, dass Veränderungen auch Verbesserungen werden und auch in der ganzen Organisation immer wieder reproduziert werden können. Das Veränderungsvermögen einer Unternehmung gehört heute zu einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren.
Literatur
* Fernis, Jörg: Change Management in der IT. VDM Verlag Dr. Müller, 2006
* Doppler, Klaus; Lauterburg, Christoph: Change Management. Campus Verlag, 2005
* von der Oelsnitz, Dietrich: Marktorientierter Unternehmenswandel. DUV-Verlag, Habil., 1999
* Peterke, Jürgen: Wie Changeprojekte garantiert scheitern. Personalmagazin 8/2006, S. 64-65
* Rohm, Armin: Change Tools. Erfahrende Prozessberater präsentieren .... Verlag ManagerSeminare, Oktober 2006
* Kotter, John: Das Pinguin-Prinzip. Wie Veränderung zum Erfolg führt. Verlag Droemer/Knaur, November 2006
* Conner, Daryl R.: " Managing at the speed of change", Villard Books, NY 1993
Siehe auch
Change Agent
Konfigurationsmanagement
Shareholder
Personalentwicklung
Engpassmanagement (Theory of Constraints)
Weblinks
• OrganisationsEntwicklung - Zeitschrift für Change Management
• Organisation und Änderung - Methoden, Modelle und Theorien
• Acht Schritte des Change Management (Kotter)
• Artikelsammlung
• Forum für die Arbeit mit großen und sehr großen Gruppen
• Change Leaders - Führung im Wandel

