Chambourcin
Die rote Rebsorte Chambourcin ist eine interspezifische Neuzüchtung zwischen den Sorten Seyve Villard 12-417 und Chancellor. Die Kreuzung der Hybridrebe erfolgte durch den Franzosen Joannes Seyve aus der Züchter-Familie Seyve-Villard. Das genaue Datum der Kreuzung ist unbekannt. Die Verbreitung der Sorte erfolgte jedoch sehr viel später im Jahr 1963. Joannes Seyve hat leider keine Unterlagen der Kreuzung hinterlassen, so das die Abstammung nicht hundertprozentig sicher festgestellt ist. Der Name Chambourcin stammt von einer Gemeinde Namens Bougé-Chambalud im Département Isère. Dort besaß Seyve ein Versuchsfeld.Die spät reifende Sorte zeichnet sich durch starken Wuchs und hohen Ertrag aus. Sie zeigt eine gute Resistenz gegen den Falschen Mehltau und die Schwarzfäule; Der Wein ist dunkel, gehaltvoll und aromatisch und ähnelt etwas dem Merlot. Die für sommerwarme Gegenden mit Winterfrostgefahr gut geeignete Sorte wird vor allem im Rhône-Tal in Frankreich, den USA (zum Beispiel an der amerikanischen Ostküste in den Staaten Arkansas, Michigan, New York, Ohio und Virginia), im australischen Hunter Valley, Georgien, Neuseeland und im Tessin in der Schweiz angebaut.
Die Rebsorte wurde zur Entwicklung der Neuzüchtung Regent eingesetzt.
Synonyme: J.S. 26205 oder J.S. 26-205, Joannes Seyve 26205, Johannès Syve 26-205
Abstammung: Seyve Villard 12-417 x Chancellor (Seibel 7053)

