Chamblon
Chamblon ist eine politische Gemeinde im Distrikt Yverdon des Kantons Waadt in der Schweiz.
Geographie
Chamblon liegt auf , 2.5 km westlich der Bezirkshauptstadt Kalkstein bestehenden Hügels, auf dem mit der höchste Punkt der Gemeinde erreicht wird. Nach Norden erstreckt sich der Gemeindeboden in die Niederung des Bey, welcher den Hügel von den Hochflächen am Jurafuss trennt. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 20 % auf Siedlungen, 24 % auf Wald und Gehölze, 55 % auf Landwirtschaft und etwas weniger als 1 % war unproduktives Land.
Zu Chamblon gehören zwei neue Wohnquartiere unterhalb des Dorfes, die Hofsiedlungen Les Uttins und Cossaux () am Ostfuss des Mont de Chamblon sowie einige Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Chamblon sind Yverdon leicht erreichbar. Der Autobahnanschluss Yverdon-Ouest an der 1984 eröffneten A5 (Yverdon-Grandson) ist rund 5 km vom Ortskern entfernt. Durch einen Postautokurs ist Chamblon mit Yverdon verbunden und damit an das Netz des öffentlichen Verkehrs angeschlossen.
Geschichte
Die frühesten Zeugen einer Besiedlung datieren auf das Neolithikum, als sich am Ostfuss des Mont de Chamblon bei Les Uttins eine Seeufersiedlung befand. Der Neuenburgersee besass damals einen leicht höheren Wasserspiegel und reichte weit in die Orbeebene hinein.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte im 12. Jahrhundert bereits unter dem heutigen Namen, der auf den römischen Geschlechtsnamen Camilius zurückgeht. Seit dem Mittelalter gehörte Chamblon zur Herrschaft Montagny-le-Corbe; im 15. Jahrhundert wurde es eine eigene kleine Herrschaft. Nach den Burgunderkriegen kam das Dorf 1476 unter die Verwaltung der Vogtei Grandson, die unter der gemeinen Herrschaft von Bern und Freiburg stand. Nach dem Zusammenbruch des Ancien régime gehörte Chamblon von 1798 bis 1803 während der Helvetik zum Kanton Léman, der anschliessend mit der Inkraftsetzung der Mediationsverfassung im Kanton Waadt aufging. 1798 wurde es dem Bezirk Yverdon zugeteilt.
Sehenswürdigkeiten
Das Schloss von Chamblon am Ostrand des Dorfes wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet. Von 1931 bis 1960 diente es als Sanatorium für Tuberkulosekranke, danach wurde es in ein geriatrisches Spital für Chronischkranke umgewandelt. Durch verschiedene Ausbauten und das Anfügen neuer Gebäude 1989 erhielt das Schloss seine heutige Gestalt. Chamblon gehört zur Pfarrei Champvent, besitzt aber seit 1932 eine Kapelle am Dorfeingang. Im Ortskern sind einige typische Bauernhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert erhalten.
Weblinks
• Gemeindeinformationen
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• Luftaufnahmen

