Jacke
Die Jacke ist ein grundlegendes Teil der Oberbekleidung in vielen Kulturen. Sie bedeckt den Oberkörper und die Arme und istvorn vom Hals abwärts offen. Diese Öffnung kann offen hängen oder mit diversen Methoden wie Knöpfen, Haken oder Bandschleifen
geschlossen werden. Jacken reichen typischerweise nur wenig über die Hüfte hinab; bei längeren Kleidungsstücken ähnlicher Form
spricht man eher von einem Mantel.
Regional werden Strickjacken auch Westen genannt, die jedoch eigentlich ärmellos sind.
Die Unterscheidung zwischen Bluse bzw. Hemd und Jacke beruht vor allem darauf, dass Blusen bzw. Hemden gewöhnlich aus
leichterem Stoff sind und direkt auf der Haut (und evtl. unter einer Jacke) getragen werden, während Jacken tendenziell eher
aus schwerem und/oder warmem Stoff und eventuell gefüttert sind. Vor allem aber werden Jacken so getragen, dass sie die Haut nicht
direkt berühren (das heißt es befindet sich ein Untergewand mit ebensolangen Ärmeln darunter), so dass sie nicht oder nur selten
gewaschen werden müssen. Tatsächlich sind viele Jacken aufgrund der Konstruktion oder Stoffwahl nicht waschbar.
Jackentypen
Anorak
Ursprünglich eine Jacke der Inuit. Heute versteht man darunter eine gut hüftlange, gefütterte Jacke mit Kapuze die man oft im Winter trägt.
Blazer
Ursprünglich dunkelblaue Marine- oder Clubjacke mit goldenen Knöpfen. Begriff heute etwas verwässert; siehe Blazer.
Blouson
Von Frauen und Männern getragene, blusig-weite Jacke, die bis zur Taille reicht und dort in einem anliegenden Bündchen endet. Spezielle Formen von Blousons sind Fliegerjacken, Bomberjacken und Collegejacken.
Bolero
Hauptsächlich von Frauen getragene Jacke, die höchstens bis zur Taille reicht. Wie die Jacken der Stierkämpfer, an denen er sich
orientiert, kann der Bolero oft nicht vorn verschlossen werden.
Caraco
Eine im 18. Jahrhundert weit verbreitete, eng anliegende Frauenjacke mit angearbeitetem Schößchen.
Chamarra
Eine gut hüftlange, vorn schließende Lederjacke, die mit geometrischen Mustern lateinamerikanischer Indios verziert ist. (Siehe auch: Evo Morales, Sanbenito)
Frack
Im späten 18. Jahrhundert aus dem Justaucorps entstandene Herrenjacke, die vorn nur taillenlang ist, hinten aber etwa knielange Schöße
(Schwalbenschwanz) hat.
Joppe
Eine Joppe (auch Jobs oder Juppe) ist eine taillenlose Männerjacke aus dickem Wollstoff; aus Flanell oder Loden als Hausjacke. Sie ist traditioneller Bestandteil der bayerischen Männertracht.
Sakko
Das Sakko (von engl. sack coat) ist eine ursprünglich (19. Jh.) lässige, heute formelle Herrenjacke mit weit nach unten gezogenem
Revers. Kombiniert mit einer Hose aus dem gleichen Oberstoff bildet es einen Anzug.

