Chad Hedrick
Chad Hedrick (17. April 1977 in Spring/Texas (USA) ist Speedskater und Eisschnellläufer. Der Texaner ist der erfolgreichste Speedskater aller Zeiten. Er ist 50-facher Speedskating-Weltmeister und hält die Rekorde über 1.500, 10.000 und 15.000 Meter. Im Eisschnelllauf gewann er bei den Olympischen_Winterspielen 2006 in Turin die Goldmedaille über 5.000 Meter. Über 10.000 und 1.500 Meter errang er Silber und Bronze. Auch in dieser Sportart ist er dreifacher Weltmeister und stellte sieben Weltrekorde von 1.500 bis 10.000 Meter sowie im Mehrkampf auf. Er gilt als Erfinder der Double-Push-Technik.
Biographie
Bereits mit zwei Jahren stand er zum ersten Mal auf Skates auf der Skatebahn, die sein Vater betrieben hat. 1994 gewann er mit 17 Jahren seinen ersten Weltmeistertitel. Da sich diese Skatetechnik von der klassischen Technik deutlich unterscheidet, wurde er für seinen neuen Fahrstil anfangs belächelt. Aufgrund seiner Erfolge wurde seine Double-Push-Technik von vielen Inline Skatern erfolgreich kopiert. Sie ist heute bei Profi-Inline-Speedskater zum Standard geworden.
In der nicht-olympischen Sportart Speedskating gab es für ihn nach 50 Weltmeistertiteln keine echten Herausforderungen mehr. Inspiriert von den Erfolgen seines Inline-Skating-Kollegen Derek Parra der 2002 Olympiasieger bei den Olympischen_Spielen wurde, wechselte er im selben Jahr zum Eisschnelllauf. Nach nur 15 Monaten Training auf dem Eis wurde er 2004 Mehrkampf-Weltmeister. Dabei stellte er mit 150,478 Punkten einen neuen Weltrekord auf, und unterbot dabei die alte Marke um mehr als einen Punkt. Im selben Jahr wurde er Weltmeister über 5.000 Meter. Diesen Titel konnte er 2005 in Inzell verteidigen.
In der Saison 2005/2006 gewann er 4 Weltcuprennen und stellte 4 Weltrekorde auf. Bei den Olympischen_Winterspielen 2006 in Turin gewann er über 5.000 Meter olympisches Gold vor dem Holländer Sven Kramer und dem Italiener Enrico Fabris. Über 10.000 Meter gewann er Silber, über 1.500 Meter Bronze. Im 1.000-Meter-Rennen sowie in der Team-Verfolgung belegte er Rang sechs.
Den Weltcup 2005/2006 über 1.500 als auch über 5.000/10.000 Meter entschied er für sich.
Bei der Mehrkampf-WM am 18.-19.03.2006 in Calgary wurde er wegen eines Wechselfehlers im 10.000 Meter Rennen disqualifiziert. Er verlor dadurch nicht nur den Weltrekord über 10.000 Meter an Sven Kramer sondern auch den Weltrekord im Mehrkampf an seinen Rivalen Shani Davis. Dieser hatte ihm bei diesem Wettkampf auch schon den Weltrekord über 1.500 Meter abgejagt.
Nach der Olympischen Saison verzichtete er auf ein Sommertraining. Seine Trainingsgruppe in Salt Lake City wurde aufgelöst. In der Saison 2006/2007 konnte er nicht an seine Leistungen der vergangen Jahre anknüpfen und musste bei einigen Wettbewerben in der B Gruppe starten. Seine beste Einzelplatzierung im Weltcup war ein 11. Platz über 5000 Meter. Zum Abschluss der Saison konnte er mit einem siebten Platz über 10.000 Meter bei der Einzelstrecken Weltmeisterschaft sein bestes Resultat einfahren. Im Februar schließt sich Hedrick dem niederländischen Privatteam DSB an und wird künftig auch seinen Wohnsitz in die Niederlande verlegen.
Weltrekorde
Chad Hedrick hat in seinen Karriere folgende Weltrekorde aufgestellt:
Persönliche Bestzeiten Eisschnelllauf
{| class="prettytable"
! Distanz || Zeit/Punkte || km/h || Datum|| Ort
|-
| align="right" | 500 m || align="right" | 35,58 || 50,59 || USA
/'>-
| align="right" | 1000 m || align="right" | 1:08,23 || 52,76 || USA
/'>-
| align="right" | 1.500 m || align="right" | 1:42,78 || 52,54 || USA
/'>-
| align="right" | 3.000 m || align="right" | 3:39,02 || 49,31 || Kanada
/'>-
| align="right" | 5.000 m || align="right" | 6:09,68 || 48,69 || Kanada
/'>-
| align="right" | 10.000 m || align="right" | 12:55,11 || 46,45 || USA
/'>-
| align="right" | Großer Vierkampf || align="right" | 148,799 || || Kanada
/'>}
Weblinks
• Offizielle Homepage
• Fotos von Chad Hedrick auf der Seite des DESG
• Ergebnisse von Chad Hedrick beim Eisschnelllaufen
• Video 5000 m Mehrkampf Weltmeisterschaften Calgary
• Double Push Zeitlupe im Renngeschehen
• Double Push von vorne gesehen

