Geldmarktpapier
Geldmarktpapiere sind ein Bereich des Geldmarkts. Bei Geldmarktpapieren erfolgt die Beschaffung kurzfristiger Gelder über die Emission (Ausgabe) spezieller Wertpapiere, in aller Regel abgezinste Schuldverschreibung. Der Verkaufspreis errechnet sich aus dem Nominalwert abzüglich der für die Laufzeit insgesamt anfallenden Zinsen.Damit ist der Kaufpreis folgendermaßen zu errechnen:
Kaufpreis = Nominalwert - [(Nominalwert x Zinssatz in % p.a. x Laufzeit tatsächliche Tage)/ (360 Tage x 100)]
Arten von Geldmarktpapieren
Zu den Geldmarktpapieren zählen:
* unverzinsliche Schatzanweisungen ("Bubills"), die bis 2004 mit einer Mindeststückelung von 1 Mio Euro, seitdem mit einer Mindeststückelung von 0,01 Euro von der Deutschen Bundesregierung ausgegeben werden. [http://www.deutsche-finanzagentur.de/cln_048/nn_104098/DE/InstitutionelleInvestoren/Produkte/UnverzinslicheSchatzanweisungenBubills/unverzinsliche-schatzanweisungen-bubills__node.html?__nnn=true Informationen über unverzinsliche Schatzanweisungen bei der Deutschen Finanzagentur]
* Treasury Bills, die mit einer Mindeststückelung von 1.000 US-Dollar und abgezinst durch die US-Regierung ausgegeben werden.
* Commercial Papers, auch CP genannt, die vornehmlich durch erstklassige Industrieadressen begeben werden. In der Regel ist Voraussetzung für die Platzierung und den Handel ein ausgezeichnetes Rating des Emittenten. Commercial Papers werden von Unternehmen zur Deckung eines kurzfristigen Kreditbedarfs ausgegeben.
* Certificates of Deposits, auch CD oder Einlagenzertifikate genannt. Es handelt sich um von Banken emittierte Geldmarktpapiere in Form von Inhaberpapieren. Der Vorteil der CD liegt darin, dass sie auf Sekundärmärkten gehandelt werden können. Ein Anleger kann damit ein CD vor Fälligkeit wieder veräußern und damit einen unvorhergesehenen Kapitalbedarf decken.
* Cash Bills, auch Bundeskassenscheine genannt, sind Zerobonds mit einer Laufzeit von einem Monat.

