Cercopoidea
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! Wissenschaftlicher_Name
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| class="taxo-name" | Cercopoidea
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| class="Person" | Evans, 1946
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! Blutzikaden (Cercopidae)
Schaumzikaden (Aphrophoridae)
Epipygidae
Clastopteridae
Machaerotidae
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Die Cercopoidea sind neben den Coxa) sind konisch. Die Schienen des hinteren Beinpaares (Tibien) sind rund und meist relativ kurz. Die Schienen der Hinterbeine tragen ein bis mehrere kräftige Dornen sowie einen Dornenkranz (Meron) an der Basis. Die kräftigen Beine verleihen ihnen eine gute Sprungkraft.
Der Kopf verfügt über zwei Punktaugen (Ocellen) auf dem Scheitel (Vertex), ein Paar Facettenaugen und einem Paar kurzer borstenförmiger Fühler (Antennen). Die Stirnplatte (Clypeus) ist von vorn und seitlich betrachtet je nach Art mehr oder weniger blasenförmig vorgewölbt und beinhaltet die sogenannte Saugpumpe. Diese ist jedoch bei den Epipygidae reduziert.
Wie alle Zikaden verfügen auch die Cercopoidea über einen Saugrüssel zur Aufnahme von Pflanzensäften. Die Unterlippe (Labium) der Tiere ist als Gleitschiene für die aus den Mandibeln und Maxillen bestehenden Stechdornen ausgebildet. Innerhalb der Lacinien (einem Teil der Maxillen) verläuft ein Kanal, durch den gesaugt werden kann, sowie ein Speichelkanal, durch den Speichel in die Fraßstelle geleitet wird. Teile der Mundhöhle sind wie bei allen Schnabelkerfen zu einer Saugpumpe umgestaltet.
Innerer Bau und Physiologie
(Cercopidae)]]
Die innere Anatomie und die Physiologie der Cercopoidea entspricht weitgehend jenem der Insekten.
In Anpassung an die spezielle Ernährung verfügen Cercopoidea wie alle Rundkopfzikaden jedoch über eine besondere Konstruktion des Verdauungstraktes, um überschüssiges Wasser beziehungsweise Kohlenhydrate abzugeben. Im Darm der Pflanzensaftsauger existiert einen Filterkammer, die eine Übergangsregion zwischen Vorder- und Mitteldarm und dem Hinterdarm herstellt. Sie ermöglicht die direkte Ableitung des überschüssigen Wassers und der Kohlenhydrate in den Enddarm.Wilfried Westheide & Reinhard Rieger (Hrsg.): Spezielle Zoologie, Teil 1: Einzeller und Wirbellose Tiere. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart, Jena, New York, 1996. Seite 650-651 Ferner sind die Zentren der für Insekten typischen Strickleiternervensysteme bei den Rundkopfzikaden nur noch im Kopf und in der Brust vorhanden; der Hinterleib wird vom Nervenzentrum der Brust versorgtR. Remane & E. Wachmann: Zikaden ? kennenlernen, beobachten ? Naturbuch Verlag, Augsburg 1993. ISBN 3-89440-044-7.
Verbreitung
Die Cercopoidea sind mit Ausnahme der Arktis und Antarktis in allen zoogeographischen Regionen verbreitet. Sie sind besonders in den Tropen sehr artenreich. Nur ein geringer Prozentsatz der Cercopoidea ist bisher beschrieben worden. Besonders in der Neotropis werden aktuell neue Arten entdeckt und deren phylogenetische Stellung untersucht.K. G. Andrew Hamilton: A new family of froghoppers from the American tropics (Hemiptera: Cercopoidea: Epipygidae). Agriculture and Agri-Food Canada Research Branch Ottawa, Ontario, Canada K1A 0C6 [http://www.tc-biodiversity.org/sample-newfamily.pdf], PDF, abgerufen am 14. August 2006
Lebensweise
Gesichert ist, dass die Larven der Vertreter der Unterfamilien Cercopidea, Aphrophoridae und Clastopteridae in selbst erzeugten Schaumnestern leben. Eine Ausnahme sind die tropischen Machaerotidae, deren Larven in wassergefüllten, selbst erzeugten kalkhaltigen Röhrchen existieren.C.H. Dietrich: Evolution of Cicadomorpha (Insecta, Hemiptera). In: Zikaden, leafhoppers, planthoppers and cicadas (Insekta, Hemiptera, Auchenorrhyncha) 2002, In: Denisia 4, S. 155?169, 2002. ISBN 3-85474-077-8
Die Larven der Epipygidae produzieren offenbar keinen Schaum; die wenig bekannten erwachsenen Vertreter dieser Familie verfügen aber ansonsten über alle kennzeichnenden Merkmale der Cercopoidea.Jason R. Cryan: Molecular phylogeny of Cicadomorpha (Insecta: Hemiptera: Cicadoidea, Cercopoidea, and Membracoidea): adding evidence to controversy. Systematic Entomology 30 (4), Oktober 2005, Seite 563-574.
Phylogenie und Systematik der Cercopoidae
(nach Cryan Oktober 2005, vereinfacht)]]
Eine umfassende phylogenetische Analyse der Überfamilie der Cercopoidea anhand der Ermittlung der ribosomalen 18S-rDNA, 28S-rDNA und Histone3 bestätigt die Monophylie der Überfamilie. Ferner wurde die Unterfamilie der Cercopidae als monophyletische Gruppe identifiziert. Von den möglicherweise paraphyletischen Aphrophoridae ist eine weitere, die neotropisch verbreitete Familie Epipygidae, abgespalten worden. Die Clastopteridae und die Macherotidae sind Schwestertaxa, wobei noch nicht endgültig geklärt ist, ob letztere als Unterfamilie (Macherotinae) der Clastopteridae aufzufassen sind.Jason R. Cryan: Molecular phylogeny of Cicadomorpha (Insecta: Hemiptera: Cicadoidea, Cercopoidea, and Membracoidea): adding evidence to controversy. Systematic Entomology 30 (4), Oktober 2005, Seite 563-574.
Quellen und weiterführende Informationen
Einzelquellen
Weiterführende Literatur
* Reinhard Remane & Ekkhard Wachmann: Zikaden ? kennenlernen, beobachten. ? Naturbuch Verlag, Augsburg 1993. ISBN 3-89440-044-7
Weblinks
• Foto von Hindoloides appendiculata (Macherotidae) sowie Röhrchen der Larven
• Foto von Machaerota finita (Macherotidae)
• Fotos von Schaumzikaden (Aphrophoridae) Mitteleuropas
• Fotos von Blutzikaden (Cercopidae) Mitteleuropas

