Diademmeerkatze
Die Diademmeerkatze (Cercopithecus mitis) gehört zu den größten Vertretern einer Gruppe von Primaten, den Meerkatzen. Sie alle sind bekannt für ihr weiches und dichtes Fell. Die Bezeichnung "Meerkatze" hat nichts mit einer Katze zu tun, sondern ist eine Verballhornung des indischen Wortes Marcata, das Affe bedeutet.
Merkmale
Vom Kopf bis zum Rumpf misst eine Diademmeerkatze zwischen 40 und 70 Zentimeter. Dazu kommt der bogenförmige Schwanz mit 70 bis 100 cm Länge. Das Männchen wiegt ca. 9 kg, während das Weibchen normalerweise nur die Hälfte davon auf die Waage bringt.
Das weiche Fell ist blaugrau, nur am Rücken, an den Seiten, den runden Ohren und unter den Augen kann man grauweiße Verfärbungen entdecken.
Kennzeichnend für Meerkatzen ist der rundliche Kopf einschließlich der kleinen Schnauze. Der lange Schwanz wird zum Halten des Gleichgewichts benutzt.
Lebensweise
Vor allem weibliche Diademmeerkatzen sind äußerst gesellig und leben in Gruppen von 10 - 35 Tieren. Nur manche Männchen leben als Einzelgänger. In einer Gruppe lebt meistens nur ein geschlechtsreifes Männchen, und zwar für eine Zeit von wenigen Wochen, manchmal aber auch für mehrere Jahre. Die scheuen Baumbewohner können sich schneller von Baum zu Baum schwingen, als Menschen auf dem Boden rennen können. Ihre Lebenserwartung liegt in Gefangenschaft bei 20 bis 30 Jahren.
Am aktivsten sind die Meerkatzen abends, wenn die Hitze das Tages nachlässt. Am Nachmittag liegen sie meist nur im Schatten dichter Wälder und ruhen sich aus. Obwohl die Gruppen ihre Reviere gegen fremde Artgenossen verteidigen, mischen sich gegen Mittag manche Gruppen zur gemeinsamen Fellpflege. Nachts begeben sie sich auf hohe Bäume und schlafen, während sie sich an den Stamm lehnen.
Fortpflanzung
right|thumb|200px|Zeichnung_einer_Diademmeerkatze
Die Paarungszeiten sind unterschiedlich. Regional ist sie ganzjährig, in feuchten Gebieten fällt sie in die Trockenzeit, in höher gelegenen Gebieten in den Herbst. Die Partnerwerbung ist schwer, da die Männchen und Weibchen in einer Gruppe bereits miteinder vertraut sind. Manchmal werden männliche Gäste aufgenommen, wenn mehr paarungsbereite Weibchen als Männchen vorhanden sind.
Nach der Paarung und einer fünf- bis sechsmonatigen Tragzeit gebiert die Mutter nachts auf dem Schlafbaum ein Junges, das sich sofort an das Fell der Mutter klammert. Zwei Jahre später kann die Mutter wieder ein neues Kind zur Welt bringen. Nach fünf Jahren sind die Jungtiere geschlechtsreif und verlassen, wenn es Männchen sind, die Gruppe. Die Weibchen dagegen bleiben ein Leben lang bei ihrer Mutter.
Nahrung
Die Meerkatzen ernähren sich vorwiegend von Früchten, aber auch von Samen, Blättern, Knospen, Blumen, Rinde, Wirbellose und kleineren Säugetieren. Sie nehmen die Nahrung in die Hände und stecken sie in den Mund. Dabei halten sie mit ihrem Schwanz das Gleichgewicht.
Manchmal überfallen sie Felder oder streifen in Weichholzschonungen Rinde von jungen Bäumen ab.
Verbreitung
Diademmeerkatzen leben in dichten Bergwäldern, an zugewachsenen Flussufern und in Bambuswäldern. Die einzelnen Populationen wohnen im Süden und Osten Afrikas, zum Beispiel in Südafrika, Zimbabwe, Kenia und Zaire. Sie sind gefährdet, weil alle Wälder ihres Lebensraums von Zerstörung bedroht sind. So sind nur noch 1,7 Prozent der Fläche von Afrikas mit Wald bedeckt. Allerdings stehen sie nicht auf der Roten Liste der IUCN.
Die natürlichen Feinde sind Leoparde, Königsadler, Goldkatzen und der Python.
Verwandte Arten
Neben der Diademmeerkatze gibt es noch rund 25 andere Arten in der Gattung der Meerkatzen.
Weblinks
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• Steckbrief auf Primatis.de
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