Cercanías Santander
In der nordspanischen Stadt Santander gibt es drei S-Bahn-Linien (in Spanien Cercanías genannt), von denen eine Linie von der staatlichen Bahngesellschaft RENFE betrieben wird und zwei Linien von der Bahngesellschaft FEVE, die ein Schmalspur-Netz in Nordspanien betreibt.Im Stadtzentrum von Santander befinden sich Sackbahnhöfe der beiden Gesellschaften nebeneinander, die Ausgangspunkt für die Cercanías-Linien sind. Die Linie 1 wird auf der einzigen Fernverkehrsstrecke betrieben, die vom Inland nach Kantabrien führt. Da diese Strecke nur eingleisig ausgebaut ist und dort auch Fern- und Güterzüge verkehren, ist nur eine sehr dünne Taktung möglich, sodass man eigentlich nicht von S-Bahn-Betrieb sprechen kann. Aufgrund massiver Proteste gegen die schlechte Schienenanbindung der Region wird diskutiert, diese Strecke zweigleisig auszubauen und die Fahrtzeiten durch neue Tunnelbauten im Gebirge zu verkürzen. Des weiteren befindet sich eine Hochgeschwindigkeits-Strecke mit dem Namen corredor cantabrico in Planung, die alle Städte an der spanischen Atlantikküste miteinander verbinden soll. Die FEVE-Strecken hingegen sind im S-Bahn-Bereich zweigleisig ausgebaut, sodass zeitweise eine viertelstündliche Taktung angeboten werden kann.
Es existieren folgende Linien:Projekte:
Eine Schienenverbindung von Santander nach Cabárceno ist vorgesehen, jedoch ist noch unklar, ob diese Linie in Form einer S-Bahn oder als Straßenbahn in Betrieb gehen wird. Die Trasse für diese Strecke ist vorhanden, da es sich um den Rohbau einer Fernbahnstrecke von Santander nach Burgos handelt, die in den 1980er Jahren gebaut werden sollte. Während sich diese Strecke im Bau befand, wurden die Bauarbeiten wieder gestoppt. Ein Teilabschnitt soll nun für den Regionalverkehr fertiggestellt werden.

