Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH
Die CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH (CMA) ist eine deutsche Agrarmarketing-Organisation. Sie macht Werbung für Agrarprodukte und informiert über die Erzeugung und Verwendung von Lebensmitteln aus deutscher Produktion, sowie Grundsätze einer ausgewogenen, an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientierten Ernährung. Sie beabsichtigt damit ein Bewusstsein für den Wert dieser Produkte zu schaffen und zu fördern.
Unternehmen
Die CMA wurde 1970 gegründet und hat ihren Sitz in Bonn-Bad Godesberg. Sie ist privatrechtlich als GmbH organisiert. Die Gesellschafter sind 41 Spitzenverbände der deutschen Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie, darunter der Deutsche_Bauernverband, die Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie, der Deutsche_Hotel-_und_Gaststättenverband und der Zentralverband Deutscher Konsumgenossenschaften. Die CMA hat etwa 150 Mitarbeiter und zwölf Auslandsbüros.
Finanzierung
Finanziert wird die CMA großteils durch den am 26. Juni 1969 als eine Anstalt des öffentlichen Rechts gegründeten Absatzfonds, der die Beiträge von Betrieben der Land- und Ernährungswirtschaft erhebt. Die Beiträge belaufen sich im Durchschnitt auf 0,4 Prozent des Warenwertes. Neben den Geldern, welche die CMA vom Absatzfonds erhält, fließen Einnahmen aus Kooperationen mit Dritten, zum Beispiel Fortbildungsveranstaltungen oder Messeauftritte, in den Haushalt der CMA. Die CMA soll über Rücklagen in erheblicher Höhe verfügen, Bundestagsabgeordnete gaben sie 2005 mit 400 Millionen Euro an.Hanna Gersmann, Steffen Grimberg: [http://www.taz.de/pt/2005/01/21/a0159.nf/text Und ewig lockt das Fleisch] Artikel in: die tageszeitung vom 21.1.2005
Nach Klagen von Beitragszahlern, die einen fehlenden Gegenwert ihrer Beiträge bemängeln, beschäftigt sich das Bundesverfassungsgericht mit der Zwangsabgabe an den Absatzfonds. Der Aufsichtsrat des Absatzfonds hat sich daraufhin am 27. September 2006 entschlossen die Ausgaben drastisch zu senken. DBV-Präsidium: [http://www.presseportal.de/story_rss.htx?nr=884486&firmaid=6599 CMA und ZMP sind unverzichtbar - Absatzfonds - besonnene Reaktion gefragt]. Die CMA musste daraufhin ihren Etat um 50 Prozent auf 50 Millionen Euro senken. Dadurch wurden mehrere Kampagnen in Frage gestellt. Auch die Fortführung des Sponsorings der ARD-Sportschau zum Ende der Saison 2006/07 ist unsicher. Falls den Klagen stattgegeben wird droht der CMA das Aus. Burkhard Riering: [http://www.welt.de/data/2006/10/09/1064556.html Agrar-Marketingfirma verliert Hälfte ihres Budgets]. In: Welt. 09. Oktober 2006
Aufgaben und Ziele
Die CMA fördert durch Gemeinschaftsmarketing landwirtschafltiche Erzeugnisse aus deutscher Produktion. So fördert sie nach eigenen Angaben den Absatz von Fleisch, Milch, Geflügel, Eier, Obst und Gemüse und hat das Ziel die Position der deutschen Agrarwirtschaft sowohl im Inland als auch im Ausland zu stärken.
Zur Verfolgung ihrer Ziele kooperiert die CMA beispielsweise mit öffentlich-rechtlichen Medien, erstellt Informationsmaterialien für Verbraucher und Multiplikatoren wie Lehrer, Journalisten und Ernährungsberater, beteiligt sich an Messen und Veranstaltungen und unterstützt regionalen Initiativen der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft.
Die CMA engagiert sich seit 1972 im Bereich der Qualitätsprüfung und -kontrolle. Zudem erhalten Produkte der Agrarwirtschaft das sogenannte CMA-Gütesiegel. Dieses Gütesiegel, welches früher die Auslobung ?Markenqualität aus deutschen Landen? hieß, wurde aufgrund eines Urteils des Europäischen_Gerichtshofs in dem der Ausschluss europäischer Landwirte als rechtswidrig beurteilt wurde, geändert in ?geprüfte Markenqualität?.
Die CMA beteiligt sich ? neben fünf weiteren Gesellschaftern - an dem QS-Prüfzeichen. Ebenso gehört die CMA zu den Gründungsgesellschaftern der im Bereich Qualitätssicherung ebenfalls aktiven Unternehmen Orgainvent (Fleischetikettierung) und Agrizert (Qualitätsmanagement: Schulung, Zertifizierung).
Kritik
Die Werbemaßnahmen der CMA werden immer wieder von Teilen der Branche als unwirksam und misslungen kritisiert.
Die Auszeichnung von konventioneller Qualität mit einem besonderen Siegel, dem QS-Prüfzeichen, wird von Kritikern wie Foodwatch als Irreführung der Verbraucher über die tatsächliche Qualität kritisiert.
Weblinks
• cma.de
• Alexandra Rigos: Schweinerei mit Butterschnute, in: Greenpeace-Magazin 06/2004
* http://www.absatzfond-abschaffen.de

