Mycophenolat-Mofetil
|MARKTEINFUEHRUNG= Hersteller: Roche
|ATC-BASECODE=L04
|ATC-CODES=
|CAS-NUMMER=128794-94-5
|REZEPTPFLICHTIG=ja
|GENERIKUM= nein
|VERABREICHUNG=Oral, Intravenös
|BILD=
|CHEM-NAME=
|SUMMENFORMEL=C23H31NO7
|MOLMASSE= 433,50 g/mol
|PHWZ=16-18h
|METABOLISATION=präsystemisch, Leber
|ELIMINATION=renal, biliär
|QO= 93%
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|LIPIDLOESLICHKEIT=
|PPB=
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Mycophenolat-Mofetil (auch Mykophenolatmofetil oder Mykophenolat-Mofetil, MMF) ist ein Arzneistoff, der die Wirkung des Immunsystems unterdrückt (Immunsuppressivum). Es wird vor in Kombination mit Ciclosporin und Corticosteroiden zur Prophylaxe von akuten Transplantatabstossungsreaktionen bei Patienten mit allogener Nieren-, Herz- oder Lebertransplantation eingesetzt
Wirkungsmechanismus
Mycophenolat-Mofetil ist der 2-Morpholinoethylester der Mycophenolsäure (MPA) und wird im Körper in diese umgewandelt. MPA ist ein selektiver, nicht-kompetitiver und reversibler Hemmer der Inosinmonophosphat-Dehydrogenase (IMPDH), der daher die Synthese der Guanin-enthaltenen Nukleotide (Guanosin) hemmt. Da für die Proliferation von T- und B-Lymphozyten die De-novo-Synthese von Purinen unerlässlich ist, während andere Zellarten den Wiederverwertungsstoffwechsel benützen können, wirkt MPA stärker zytostatisch auf Lymphozyten als auf andere Zellen, wodurch diese selektiv gehemmt werden.
Nebenwirkungen
Mykophenolatmofetil hat zahlreiche Nebenwirkungen. Häufigere Nebenwirkungen (bei über 10 % der Patienten) sind Anämie, Thrombozytopenie, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Infolge der Unterdrückung des Immunsystems können vermehrt Infektionen (Sepsis, Candidose, Herpes simplex, Herpes zoster) auftreten.

