Celestina Casapietra
Celestina Casapietra (23. August 1939 in Genua) ist eine italienische Kammersängerin.Wirken
Die Sopranistin war von 1965 bis 1993 erster Sopran der Berliner Staatsoper. Daneben gastierte sie u .a. an der Mailänder Scala, Wiener Staatsoper, Teatro Carlo Felice Genua, Bayerische Staatsoper, Hamburgische Staatsoper, Bolschoi-Theater Moskau und bei den Salzburger Festspielen.
Zu ihren bekanntesten Schülern zählt der Berliner Bassbariton Marek Kalbus.
Privatleben
Casapietra lernte den Dirigenten Herbert Kegel, damals Chef des Leipziger Rundfunkchors und später Chefdirigent der Dresdner Philharmonie, kennen, verließ 1966 seinetwegen Italien und beide heirateten. Als sie im achten Monat schwanger war, flog sie nach Genua, damit ihr Sohn Björn Casapietra nicht als DDR-Bürger mit all den Limitierungen in der Reisefreiheit geboren wurde. Als ihr Sohn 13 war, trennten sich die Eltern. Herbert Kegel beging Selbstmord, als sein Sohn gerade 20 Jahre alt war.
Diskografie
*Umberto Giordano: Andre Chénier (1973) mit Franco Corelli und Piero Cappuccilli, Hardy Classic (DVD)
*Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonies Nos. 1-5. Eurodisc 1990
*Mozart: Missae; Requiem. Philips 1991
*Orff: Carmina Burana. Philips 1992
*Orff: Trionfi. Berlin Classics 1992
*Concerto Lirico. Monopol 1996
*Gustav Mahler: Symphony No. 4. Berlin Classics 1996
*Margarethe: Opernquerschnitt in deutscher Sprache. Berlin Classics 1999
*Wagner: Tannhäuser. Gala 2005
*Mozart: Cosi fan tutte, Gesamtaufnahme, it. / Querschnitte 1x it./ 1x dt. (ETERNA 1969)
Sie wirkte auch bei dem DEFA-Opernfilm ?Gala unter den Linden? (DDR, 1977) mit und spielte die Rolle der Gesangslehrerin in Arnaud des Pallières' Film Drancy Avenir (1997).

