Cecil von Renthe-Fink (Diplomat)
Cécil Karl-August Timon Ernst Anton von Renthe-Fink, eigentlich von Renthe genannt Fink (27. Januar 1885 in Breslau, Niederschlesien; ? 1964) war ein deutscher Diplomat. Vom 9. April 1940 bis November 1942 war er Reichsbevollmächtigter in Dänemark.Leben
Renthe-Fink entstammte einer Familie aus Anhalt, die mit seinem Urgroßvater, dem anhaltischen Regierungspräsidenten Lebrecht Renthe in Köthen, im Jahr 1820 in den anhaltischen Adelsstand erhoben worden ist, und war der Sohn des gleichnamigen königlich_preußischen Generalleutnants z.D. Cécil_von_Renthe-Fink (1845-1909) und der Agnes von Oppeln-Bronikowski (1856-1945).
Im Jahr 1907 schrieb er als Rechtsreferendar seine Dissertation ?Die Verkehrsfähigkeit des Kux im Preußischen Bergrecht? (Verlag A. Kämpfe, Jena 1907) an der juristischen Fakultät der Universität_Jena.
Renthe-Fink heiratete am 17. Juli 1919 in Oberhofen (Schweiz) Christa Gräfin Vitzthum von Eckstädt (* 25. Juli 1897 in Dresden). Das Ehepaar hatte drei Töchter und zwei Söhne.
1936 wurde er zum deutschen Gesandten in Dänemark ernannt. 1939 trat er der NSDAP bei. Nach dem ?Unternehmen Weserübung?, die am 9. April 1940 zur Besetzung Dänemarks durch das Deutsche_Reich führte, wurde er Reichsbevollmächtigter. Im November 1942 wurde er durch Werner Best ersetzt. Er galt als zögerlicher Diplomat und sein Nachfolger sollte eine härtere Linie vertreten.
1943 wurde Renthe-Fink ins besetzte_Frankreich versetzt. Im selben Jahr schlugen Joachim von Ribbentrop und Renthe-Fink die Schaffung eines europäischen Staatenbundes vor, wobei unter anderem eine gemeinsame Währung, eine Zentralbank in Berlin, das Prinzip des Regionalismus sowie wirtschaftliche und Handelsvereinbarungen vorgesehen waren. Hierzu notierte von Renthe-Fink am 9. September 1943:
:Wenn wir jetzt den Gedanken einer staatenbundlichen Lösung, beruhend auf freiwilliger Zusammenarbeit selbständiger Nationen, aufnehmen würden, so würde bestimmt das Vertrauen der europäischen Völker in unsere Politik gefestigt und ihre Bereitwilligkeit erhöht werden, unserer Führung zu folgen und für unseren Sieg zu schaffen.
Literatur
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*Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B 1941, Seite 421, Verlag Justus Perthes, Gotha 1941
*Fritz Petrick (Hrsg.): Die Okkupationspolitik des deutschen Faschismus in Dänemark und Norwegen (1940-1945). (= Bundesarchiv (Hrsg.): Europa unterm Hakenkreuz, Bd. 7), Berlin u.a. 1992
Weblinks
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