Cassius und Florentius
]]Florentius und Cassius, zwei in Bonn stationierte römische Soldaten, die angeblich der Thebäischen_Legion angehörten, sollen im Jahr 235 oder gegen Ende des 3. Jahrhunderts der Legende nach ihr Leben bei einer Christenverfolgung verloren haben.
Helena_Augusta ? die ?Heilige Helena? ? sei es dann gewesen, die über den Gräbern dieser frühchristlichen Märtyrer, die eine der frühesten christlichen Gedenkstätten des Rheinlandes darstellen, und über der cella_memoriae eine Kirche errichtet habe. Archäologische Beweise gibt es dafür nicht. Historische Schreine, in denen sich die sterblichen Überreste der beiden Märtyrer befunden haben sollen, wurden im Verlauf des Truchsessischen_Krieges aus dem Bonner Münster geraubt und sind seitdem verschwunden. Dennoch werden im Münster Reliquien der beiden Märtyrer verehrt. 1643 wurden sie zu Stadtpatronen ernannt. Seit 1971 ruhen die Reliquien in der Krypta in einem modernen Schrein von Hein Gernot an der Stelle, die als bauliche Keimzelle aller Münsterbauten mit der antiken Memoria identisch sein dürfte.
Gedenktag
Der liturgische Gedenktag von Cassius und Florentius ? in Bonn Hochfest ? ist der 10. Oktober.
Mahnmal vor dem Bonner Münster
Im Jahr 2002 hat der Künstler Iskender Yediler die Köpfe der Heiligenskulpturen in der Kirche abfotografiert, als Modell nachgebaut, in Stein hauen lassen und vor dem Bonner Münster platziert.
Ähnliche Skulpturen vom gleichen Künstler gibt es von St. Benno vor der St. Benno-Kirche, München sowie von St. Gereon vor der St.Gereon-Kirche, Köln.
Weblinks
*

