Friedrich Cassebohm
Friedrich Georg Carl Cassebohm (13. Februar 1872 in Ovelgönne; ? 15. November 1951 in Oldenburg) war ein deutscher Jurist und Politiker.Leben und Beruf
Nach dem Abitur studierte Cassebohm Rechtswissenschaft in Berlin, Freiburg im Breisgau und Göttingen. Er trat als Hilfsbeamter in den oldenburgischen Staatsdienst ein und war als Regierungsassessor bei der Staatsanwaltschaft sowie beim Staatsministerium tätig. 1908 wurde er Amtshauptmann in Cloppenburg. Von 1914 bis 1916 nahm er als Soldat am Ersten_Weltkrieg teil.
Nach seiner Entlassung aus dem Kriegsdienst war Cassebohm Abteilungsleiter im Innenministerium des Landes_Oldenburg und wurde dort 1919 zum Oberregierungsrat befördert. Ab 1920 war er Vorsitzender des Siedlungsamts in Eutin.
Öffentliche Ämter
Cassebohm gehörte keiner Partei an und war seit 1927 Regierungspräsident in Eutin. Nach dem Tod von Eugen von Finckh wurde er am 14. November 1930 zum Ministerpräsidenten des Freistaats Oldenburg gewählt. Nachdem der Landtag 1932 durch Volksentscheid aufgelöst worden war und die NSDAP die darauffolgenden Neuwahlen gewonnen hatte, trat er am 16. Juni 1932 auf eigenen Wunsch vom Ministerpräsidentenamt zurück und wurde anschließend pensioniert.

