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Carvedilol (Handelsnamen Dilatrend, Carvecard, Querto usw.) ist ein ACE-Hemmern zur Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz zugelassen.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)


Absolute Kontraindikationen sind die dekompensierte Herzinsuffizienz, Herzinsuffizienz mit einer Ruheherzfrequenz < 65/min, akute Lungenembolie, Prinzmetal-Angina, Cor pulmonale, Asthma bronchiale, unbehandeltes Phäochromozytom, klinisch relevante Leberfunktionsstörungen, intravenöse Therapie mit Antiarrhythmika, kompletter Links- oder Rechtsschenkelblock, akute entzündliche Herzerkrankungen, hämodynamisch wirksame Herzklappenfehler, Personen unter 18 J.

Relative Kontraindikationen sind die instabile Angina pectoris, AV-Block 1. Grades, periphere Gefäßerkrankungen und die Hyperthyreose.






Unerwünschte Wirkungen (Nebenwirkungen)


Als unerwünschte Arzneimittelwirkung kann es zu einer Verstärkung einer Prinzmetal-Angina, zu Luftnot, verstopfter Nase, Gliederschmerzen, Verstärkung von Claudicatio intermittens und Raynaud-Syndrom kommen. Selten können Sehstörungen, Verwirrtheit, Psychose, Ödeme, Veränderungen der Leberwerte, Thrombopenie und Leukopenie auftreten. Bei Patienten mit einer Herzinsuffizienz oder eingeschränkter Nierenfunktion kann eine Verschlechterung der Nierenfunktion eintreten, selten auch Nierenversagen.





Sonstige Information




Studien


= Vergleich mit Metoprolol

=
Die 1996 begonnene und 2003 in The Lancet publizierte COMET-Studie mit insgesamt 3029 Patienten zeigte eine Überlegenheit von 2 x 25 mg Carvedilol im Vergleich zu 2 x 50 mg Metoprolol in nicht retardierter Form bei Patienten mit Herzinsuffizienz. Unter Carvedilol starben während der durchschnittlich fünf Studienjahre 88 Patienten weniger als unter Metoprolol, was einer statistisch signifikanten Senkung der Mortalität um 17% entsprach. Die Relevanz dieser Studienergebnisse wird bis heute kontrovers diskutiert, da das Metoprolol in geringerer Dosis und in einer anderen Galenik verabreicht wurde, als es der heutigen Standardtherapie bei Herzinsuffizienz entspricht. Kritiker werfen den Leitern der von den Carvedilol-Anbietern Hoffmann-La Roche und GlaxoSmithKline finanzierten Studie vor, dass sie aufgrund dieser Erkenntnisse spätestens 1999 hätte abgebrochen werden müssen. In den aktuellen Leitlinien für die Behandlung der Herzinsuffizienz in Europa und den USA werden die Betablocker Bisoprolol, Carvedilol und Metoprolol als in adäquater Dosierung vermutlich gleichwertig angesehen.

Weblinks


* http://www.gesundheit.com/gc_detail_3_gc01070315.html
* http://www.medizin-2000.de/herz/texte/profis/pe/2003/comet_studie.html
* http://www.thieme.de/fz/notfallmedizin-notfall/11_03/blick_11.html
* http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/11/11/205a0401.asp?cat=/medizin/cholesterin

Literatur


* Philip A. Poole-Wilson et al: Comparison of Carvedilol and metoprolol on clinical outcomes in patients with chronic heart failure in the Carvedilol Or Metoprolol European Trial (COMET): randomised controled trial. Lancet 2003; 362:7-13.

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