Gelbwürfeliger Dickkopffalter
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Der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus hyperanthus) ist ein Schmetterling aus der Familie der Dickkopffalter (Hesperiidae).
Beschreibung
Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 22 bis 28 Millimetern. Die Flügeloberseiten weisen eine dunkelbraune Grundfärbung auf, die durch orangebraune oder gelbe Würfelflecken durchbrochen wird. Die Flügelunterseiten sind gelbbraun und haben dunkel umrandete, weiße Flecken.Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos Schmetterlingsführer, Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen, S. 112, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1 Die Unterseiten der Fühlerkolben sind bei den Männchen dunkel und bei den Weibchen gelb gefärbt.Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, S. 268f, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7
Die Raupen werden ca. 23 Millimeter lang und sehr schlank gebaut. Sie haben eine hellgrüne Grundfärbung mit dunkelgrünen und weißen Längsstreifen. Erst im letzten Stadium sind sie rein grün gefärbt. Während der Überwinterungsphase passen sie sich jedoch der Farbe welker Blätter an und sind dann stroh- oder lederfarben. Ihr Kopf ist schwarz. Am ersten Segment und auch am Ende des Hinterleibs tragen sie schwarze Punkte, wobei am Hinterleibsende zwei größere zu einem länglichen Punkt verschmolzen sind.Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos Schmetterlingsführer, Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen, S. 112, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1
Ähnliche Arten
• (Hamearis lucina)
*Schwarzfleckiger Golddickkopffalter] (Carterocephalus silvicola)
Vorkommen
Die Tier kommen von den Nord-[[Pyrenäen über Mittel- und Nordfrankreich, Norditalien (Dolomiten) bis zum Polarkreis, in Zentral- und Nordasien bis in eine Höhe von 1.600 Metern vor. In England ist die Art ausgestorben.Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, S. 268f, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7 Sie leben auf trockenen und feuchten Wiesen, Trockenrasen oder an Waldrändern.Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos Schmetterlingsführer, Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen, S. 112, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1
Lebensweise
Die kleinen und schnell fliegenden Falter werden nur vereinzelt angetroffen und besuchen flink Blüten in sonnigen Gegenden.Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos Schmetterlingsführer, Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen, S. 112, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1 Sie bevorzugen Günsel (Ajuga spec.) und Hasenglöckchen (Hyacinthoides non-scripta).Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, S. 268f, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7
Flugzeit
Die Falter fliegen in einer Generation pro Jahr von Mitte Mai bis Juni.Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, S. 268f, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7
Nahrung der Raupen
Die Raupen ernähren sich von verschiedensten Süßgräsern wie z.B. von Blauem_Pfeifengras (Molinia caerulea), Rohr-Pfeifengras (Molina arundinaceae), Wolligem_Honiggras (Holcus lanatus), Land-Reitgras (Calamagrostis epigejos), Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum), Fieder-Zwenke (Brachypodium pinnatum), Waldtrespe (Bromus ramosus), Wiesen-Knäuelgras (Dactylis glomerata), Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis) und Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense).Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, S. 268f, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7
Entwicklung
Die Eiablage erfolgt an Blättern von Gräsern, wobei die Eier einzeln abgelegt werden. Die Raupen leben bevorzugt an schattigen und feuchten Stellen. Sie bauen durch Umklappen eines Grashalmes und Festspinnen einen Unterschlupf. Dieser ist meist gleich lang, wie die Raupe. Von dort aus fressen sie die Hälfte des Grashalmes immer schräg ab. Dadurch entsteht ein typisches dreieckiges oder trapezförmiges Fraßmuster.Heiko Bellmann: Der Neue Kosmos Schmetterlingsführer, Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen, S. 112, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1 Sie überwintern in ihrem Versteck voll entwickelt und verpuppen sich auch darin im nächsten Frühjahr.Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, S. 268f, Frankh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7
Literatur
*Hans-Josef Weidemann: Tagfalter: beobachten, bestimmen, Naturbuch-Verlag Augsburg 1995, ISBN 3-894-40115-X
*Günter Ebert, Erwin Rennwald: Die Schmetterlinge Baden Württembergs Band 2, Tagfalter II. Ulmer Verlag Stuttgart 1993. ISBN 3-8001-3459-4
Referenzen
Weblinks
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• www.schmetterling-raupe.de
• www.lepidoptera.ch
• www.eurobutterflies.com (englisch)
• Moths and Butterflies of Europe and North Africa (englisch)

