Caroline Rémy de Guebhard
]]Caroline Rémy de Guebhard (27. April 1855; ? 24. April 1929) war eine französische Sozialistin, Journalistin und Feministin.
Leben
Um 1880 begann Caroline Rémy bei Jules Vallès' sozialistischer Publikation ?Cri du Peuple? unter dem Pseudonym ?Séverine? mitzuarbeiten. Vallès gab ihr schließlich wegen seines schlechten Gesundheitszustandes die Kontrolle über die Zeitung. Als ihre Ansichten immer streitbarer wurden, freundete sie sich mit ihrer journalistischen und feministischen Kollegin Marguerite Durand an, doch nach einer Auseinandersetzung mit dem Marxisten Jules Guesde verließ sie 1888 die Zeitung. Sie schrieb weiterhin Artikel, in denen sie die Emanzipation forderte und soziale Ungerechtigkeiten jeglicher Art, einschließlich der Dreyfus-Affäre, anprangerte. Im Jahre 1897 begann sie für Durands feministische Tageszeitung ?La Fronde? zu arbeiten.
Da sie eine überzeugte Linke war, unterstützte Rémy einige anarchistische Forderungen, inklusive der Verteidigung von Germaine Berton und nahm an dem Versuch von 1927 teil, Sacco und Vanzetti zu retten. Sie unterstützte die Russische Revolution von 1917 und 1921 trat sie der Kommunistischen_Partei bei, beendete ihre Mitgliedschaft allerdings einige Jahre später wieder, da sie dem Bündnis für Menschenrechte mehr Zeit widmen wollte.
Ein Gründungsmitglied der ?Ligue Internationale Contre le Racisme et l'Antisémitisme? (Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus), Bernard Lecache, schrieb ihre Biografie. Ihr Portrait, das man hier sehen kann, wurde von Pierre-Auguste Renoir im Jahre 1885 gemalt und hängt jetzt in der National Gallery of Art in Washington,_DC.
Caroline Rémy starb 1929 in der Residenz für weibliche Journalisten in Pierrefonds im Département Oise in der Picardie. Einige ihrer Arbeiten sind in der Bibliothèque Marguerite Durand in Paris zu finden.

